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25.09.2019

Neue Kabinettausstellung zur Familie Kempff im Oberhessischen Museum

Das Oberhessische Museum hat eine bedeutende Schenkung von fünf Portraits und weiteren historischen Dokumenten der Ratsherren- und Postmeisterfamilie Kempff erhalten, die in der kommenden Kabinettausstellung präsentiert werden. Zwei der Portraits sind Originale des Portrait- und Landschaftsmalers Carl Wilhelm Trautschold, der von 1843 bis 1845 in Gießen lebte und als Zeichenlehrer an der Universität tätig war. Bekannt ist Trautschold vor allem für das berühmte Portrait des Universitätsprofessors Justus von Liebig.

Die Familie Kempff ist seit dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert in der Stadt Gießen ansässig gewesen und hat im Laufe der Zeit einen bemerkenswerten gesellschaftlichen Aufstieg durchschritten. Vom Fuhrmann, über das Amt des Gießener Bürgermeisters bis hin zu höchsten hessischen Staatsmännern hat die Familie Kempff ihre Bedeutung für die Stadt geltend gemacht. Zudem waren die Posthalterei und die Posthöfe etwa 170 Jahre in ihrem Besitz. Dort haben sie Persönlichkeiten wie den Bruder des Kaisers Napoleon in Empfang genommen. Ihre Einflussnahme wird auch durch die vier Portraits in der Ratsherrengalerie im Leib’schen Haus deutlich. Das Oberhessische Museum freut sich sehr die Gemälde in der Sammlung aufzunehmen, die einen weiteren Anlass bieten, sich mit der Stadtgeschichte, bedeutenden Bürgern und der Geschichte der Post in Gießen auseinanderzusetzen.

Neugestaltung des Stadt[Labor]Raums

Neben der neuen Kabinettausstellung wurde im Stadt[Labor]Raum des Oberhessischen Museums auch der Mitmachen-Tisch und die Rubrik „Mein Museumsgegenstand“ verändert. Der Mitmachen-Tisch wurde in Vorbereitung auf die nächste große Winterausstellung „Wieso? Weshalb? Warum? Fragen an die Ethnographische Sammlung“ (8.11.2019-26.01.2020) umgestaltet und lädt Besucher*innen dazu ein, Anregungen und Fragen in Vorbereitungen auf die Ausstellung mit dem Museum zu teilen.

Bei der Fotoaktion „Mein Museumsgegenstand“ haben Bürger*innen die Möglichkeit, persönliche Gegenstände für das Museum vorzuschlagen. Bei einem dieser Fototermine brachte Ingrid Horst eine Packung »Pawei«-Waschpulver mit. Erstaunlich unversehrt und tatsächlich noch in pulvriger Form zeigt sich das Jahrzehnte alte Waschmittelpäckchen aus der Fabrikation Möbs. Sie selbst hat bis 1964 in der Firma Peter Joseph Möbs gearbeitet, bei der sie 1956 eine Lehre begann. Möbs stellte Seife und Waschpulver her und war in der Rodheimer Straße angesiedelt; eine Filiale gab es zudem in Asslar. In wechselnden Präsentationen werden stadtgeschichtliche Objekte im Stadt[Labor]Raum, im Erdgeschoss des Alten Schlosses, gezeigt.

 

Laufzeit der Kabinettausstellung: 24.09.-17.11.2019
Ort: Oberhessisches Museum, Altes Schloss, Brandplatz 2
Öffnungszeiten: Di-So 10-16 Uhr, lange Donnerstage (bis 19:00 Uhr geöffnet): 26.09., 17.10., 31.10., 7.11.

 

Oberhessisches Museum

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