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03.07.2019

Gießener Lokale Agenda 21 feierte Sommerfest an der Lahn

Die Gießener Lokale Agenda 21 hat ihr Sommerfest mit einer Exkursion zu den Flutmulden am Gießener Lahnknie gefeiert. Unter sachkundiger Führung durch Diplom-Biologe Thomas Bobbe ging es zu den künstlich angelegten Flachwassertümpeln, die sich in unmittelbarer Stadtnähe zu einem Refugium für viele Arten entwickelt haben. Den Ausklang bildete ein gemeinsames Essen in der Gastronomie am Lahnufer.

Begrüßt wurde die 20-köpfige Gruppe am Lahnfenster durch Michael Bassemir vom Büro Bürgerbeteiligung und Lokale Agenda 21. Bassemir erinnerte an drei bemerkenswerte Ereignisse seit dem letztjährigen Sommerfest: die Feier zum 20-jährigen Jubiläum der Gießener Lokalen Agenda mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die Gründung einer neuen Agenda-Gruppe zum Thema „Nachhaltige Mobilität“ und die jüngst erfolgte Verleihung des Gießener Umweltpreises an die Agenda-Gruppe „Energie“.

Zu Fuß ging es dann auf dem Uferweg am Christoph-Rübsamen-Steg vorbei zu dem System der Flutmulden. Diese sind über Gräben mit der Lahn verbunden und füllen sich je nach Wasserstand mit mehr oder weniger Wasser. Sie bieten damit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten unterschiedlichste Lebensräume. „Aufgrund der Eingriffe des Menschen fehlt die natürliche Auendynamik“, so Auen-Experte Thomas Bobbe, „mit den Ersatzlebensräumen versuchen wir das zu kompensieren.“ Immerhin konnten hier 88 Vogelarten und 22 Libellenarten gezählt werden. Außerdem leisteten die Mulden als Retentionsräume einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz.

Die Gießener Lokale Agenda 21 besteht derzeit aus neun Arbeitsgruppen, die sich unterschiedlichen Themen der nachhaltigen Entwicklung widmen. Nähere Informationen unter Lokale Agenda 21

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