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16.06.2021

Die Polizei rät: Fahrräder sicher abschließen

Sommerzeit ist Radelzeit. Und in Pandemiezeiten sind sogar mehr denn je Menschen mit dem umweltfreundlichen Fahrrad unterwegs. Das ruft allerdings auch Diebe auf den Plan. Hier will das Polizeipräsidium Mittelhessen mit einer besonderen Aufklärungskampagne gegensteuern. Die Gießen Marketing GmbH sprach im Rahmen der Reihe „Gießen fährt Rad“ mit den beiden Kriminalhauptkommissarinnen Claudia Zanke und Sylvia Jacob über die Aktion „Sicher dein Rad“. Die beiden sind selbst auf Rädern im Landkreis unterwegs, um Radfahrende über die Problematik „Fahrraddiebstahl“ zu informieren und zu sensibilisieren.

Fahrrad immer anschließen

„Viele machen es den Tätern einfach zu leicht.“ Sylvia Jacob steht mit ihrer Kollegin auf dem Gießener Rathausvorplatz und lässt ihren Blick über die Reihe dort abgestellter Fahrräder gleiten. Schnell findet sie eines, das nicht an den fest installierten Abstellbügeln angeschlossen ist, sondern nur am Rad selbst. Sicher sei das nicht, so die kriminalpolizeiliche Beraterin. „Es ist ganz wichtig, das Rad immer an festmontierten Gegenständen anzuschließen.“ Das wisse eigentlich auch jeder, aber gemacht werde es leider nicht immer. „In Gießen wurden im vergangenen Jahr allein 429 Fahrräder geklaut, Tendenz steigend“, erzählt Claudia Zanke. Die Aufklärungsquote sei dagegen sehr gering. Umso wichtiger deshalb die Vorsorge. Das richtige Anschließen des eigenen Drahtesels sei dabei nur ein Teil der Diebstahlsicherung, wenn auch der wichtigste.

Nicht in Bodennähe anbringen

„Am Schloss selbst sollte man auch nicht sparen“, sagt Jakob. Geeignet seien stabile Falt-, Bügel oder Kettenschlösser. Die Stiftung Warentest oder die VdS Schadenverhütung GmbH geben hier Hilfestellung bei der Suche nach einem geeigneten Schloss. Auch sollte man das Schloss nicht in Bodennähe anbringen. „Damit macht man es Dieben, die mit einem Bolzenschneider hantieren noch leichter – sie benötigen dann nämlich viel weniger Kraft, um das Schloss zu knacken“, führt Jacob weiter aus. Lieber möglichst oben am Rahmen anschließen und bei Kettenschlössern darauf achten, das Schloss möglichst eng um das Fahrrad zu wickeln. „Wählen Sie als Abstellort immer einen möglichst belebten Platz und nicht die stille Seitenstraße“, so die beiden Polizistinnen.

Beliebt sind diesem Jahr besonders Pedelecs und E-Bikes. Sie sind schön, bequem und vor allem teuer. „Damit sind sie auch für Fahrraddiebe besonders attraktiv“, so Zanke. Die beiden Kommissarinnen raten zu einer Doppelsicherung. Zwei Schlösser seien bei teuren Rädern angebracht. Die hochwertigen Akkus sollten bei längerer Abwesenheit mitgenommen werden. Moderne technische Sicherungseinrichtungen wie integrierte Alarmanlagen oder GPS-Tracker sind bei teuren Rädern eine sinnvolle Investition.

Auch zu Hause sichern

Selbst zu Hause seien die Räder nicht immer sicher. „Es kommt ja durchaus vor, dass in Fahrradkeller eingebrochen wird und Räder geklaut werden“, so Zanke. Auch dort sollte man das Rad, wenn möglich, an einen festen Gegenstand anschließen und die Akkus von Pedelecs mitnehmen.

Soll die Polizei eine Chance haben, ein geklautes Rad wieder zu finden, helfen Rahmennummer und die Codierung des Rades. „Am besten hat man auch ein Handy-Foto vom Rad griffbereit, das hilft sehr, wenn man sein Rad beschreiben soll“, so Jacob. Praktisch sei hier die Fahrradpass-App der Polizei, bei der man die wichtigsten Daten des eigenen Fahrrads eintragen kann. Sinnvoll ist es zudem, sein Fahrrad codieren zu lassen. „Das machen wir, aber auch der ADFC“, so Claudia Zanke. In Gießen führt die Polizeistation Nord immer montags Codierungen durch. Anmelden kann man sich unter 0641 70063770 (Thomas Löhr).

 

Zum Thema: Fahrradfahren in Gießen

 

Quelle: Gießen Marketing GmbH

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