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22.08.2019

Das erste Mal E-Bike - der Hammer

Aktion „Radfahren neu entdecken” in Gießen vor dem Abschluss

Im Rahmen der Aktion „Radfahren neu entdecken“ hat Gießen vom Land Hessen über knapp 13 Wochen 20 eBikes zur Verfügung gestellt bekommen, die Bürger und Unternehmen kostenlos testen konnten. In Gießen ist die Aktion nahezu beendet. Die Nutzer sind größtenteils begeistert.

Mit der Aktion möchte das Land Hessen Bürgern und Unternehmen die Möglichkeit geben, sich gratis von den Vorteilen einer Pedelec-, Lastenrad- oder S-Pedelec-Nutzung zu überzeugen. Dafür stellt es teilnehmenden Kommunen Fahrzeuge zur Verfügung. In Gießen hatten über 300 Personen Interesse bekundet. Über jeweils zwei Wochen haben insgesamt 116 Personen kostenlos getestet, welche Vorteile ein eBike in ihrem Alltag bringt. Verteilt wurden 10 Pedelecs, zwei S-Pedelecs sowie insgesamt acht ein- und zweispurige Lastenräder in der Ausführung Cargo oder Family.

Gefallen hat es fast allen. Neben den Pedelecs (bis 25km/h Unterstützung) fanden die einspurigen Lastenräder besonders Anklang. Die Kinder wollten das Family-Lastenrad gar nicht mehr hergeben, die Einkäufe wie mehrere Säcke Erde lassen sich prima im Cargo-Rad transportieren. Aber nicht jeder kommt mit dem großen Wendekreis zurecht. Bei den zweispurigen Lastenrädern geht die Meinung deutlicher auseinander. Der eine ist überrascht, wie gut sich das Rad auch auf Schotterwegen im Wald fahren lässt und hatte mit Hund und Gepäck viel Spaß. Ein anderer ist erschrocken über die unberechenbaren Fahreigenschaften. Die Infrastruktur ist auch nicht auf Sonderfahrrräder ausgelegt. Auch wenn sich einige Tester am liebsten gleich ein Lastenrad zulegen würden, schrecken doch die hohen Anschaffungskosten die meisten ab. Zumindest zur Anschaffung von Cargo-Lastenräder gibt es eine Alternative: ALLrad – das Allmende Lastenrad Projekt (https://dasallrad.org/) verleiht gegen Spende verschiedene Modelle. Das Feedback zu den S-Pedelecs (bis 45km/h Unterstützung) war sehr durchwachsen. Schön schnell und aufregend sei es gewesen. Sehr einschränkend ist aber, dass es kein Fahrrad im Sinne der Straßenverkehrsordnung ist, sondern ein Kleinkraftrad (Versicherungskennzeichen). Deshalb dürfen weder Radverkehrsanlagen noch für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrte Wege benutzt werden, auch nicht außerorts. Insbesondere dort meinen Autofahrer durch Hupen oder Schneiden belehren zu müssen, dass das Fahrzeug auf der Fahrbahn nichts zu suchen hätte. Selbst hartgesottenen Rennradfahrern vergeht da der Spaß. Andere weichen doch auf Radverkehrsanlagen aus.

„Die Teilnahme an „Radfahren neu entdecken“ hat sich für Gießen gelohnt. Die Tester hatten die Möglichkeit Einsatzmöglichkeiten in ihrem Alltag intensiv auszuloten. Die Rückmeldungen waren größtenteils positiv. Nicht-Beteiligte wurden neugierig gemacht. Mit dem Pedelec wurden mehr Wege ohne Auto zurückgelegt. Einzelne schaffen sich ein Pedelec an oder sogar ein Lastenrad und verzichten dafür auf den (Zweit)wagen. Jede vermiedene Autofahrt ist ein Gewinn für die Umwelt, aber auch für die Lebensqualität in unserer Stadt.“, fasst Bürgermeister Peter Neidel zusammen.

Nahmobilität in Hessen – Einfach machen!

Das Land Hessen verfolgt das Ziel, den Anteil des Fuß- und Radverkehrs auf Wegen innerhalb der Städte und Gemeinden in Hessen deutlich zu erhöhen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Um die Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Stärkung des Fuß- und Radverkehrs zu unterstützen, hat das Land Hessen die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) initiiert. In der AGNH tauschen sich über 165 hessische Gemeinden, Städte und Landkreise aus und machen sich durch ihre vielfältigen Maßnahmen und Aktionen für die Förderung von Nahmobilität auf lokaler Ebene stark. Auch Gießen ist Mitgliedskommune in der AGNH.

Weitere Informationen auf www.nahmobil-hessen.de  

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