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14.09.2020

Antrag auf Pflegeleistungen - Pflegegrad auch bei Demenz

Mit dem Älterwerden können viele Fragen auftauchen. Wer kümmert sich um mich und meine Angelegenheiten, wenn ich es selbst nicht mehr kann? Wer hilft mir, wenn ich Unterstützung im Haushalt oder bei der Pflege benötige? Gerade für die Angehörigen kann es eine herausfordernde und kräftezehrende Aufgabe sein. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig einen Antrag auf Pflegeleistungen zu stellen.

„Für Laien ist das System schwer überschaubar“, berichtet Daniela Poppe, Beraterin und Teamkoordinatorin der Beko. „Pflegegeld, Verhinderungspflege, Familienpflegezeit, Sachleistungen, Entlastungsbetrag – all das steht bspw. Pflegeversicherten zu, wenn sie selbst oder ein Angehöriger pflegebedürftig werden“, so Poppe. Doch wie bekommt man diese Leistungen und wer bezahlt sie?

Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Gießen können sich bei sämtlichen Fragen zur pflegerischen Unterstützung und Versorgung an die Beratungs- und Koordinierungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen (BeKo) wenden. Zum Beispiel Fragen zur häuslichen Pflege, zu Pflegeversicherungsleistungen, zur Suche nach einem Pflegeheim sowie zu Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige beantwortet Ihnen die BeKo. Auch Angehörige, die feststellen, dass ihre Eltern in ihrer Versorgung und Lebensführung Unterstützungsbedarf haben, erhalten in der BeKo Hilfe und Beratung. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Pflegestützpunkt, einer weiteren Beratungsstelle für Betroffene und Angehörige, die sich in denselben Räumen befindet.

Auch bei Demenz ist die Beantragung eines Pflegegrades möglich. Kognitive und psychische Beeinträchtigungen werden bei der Pflegeeinstufung berücksichtigt. „Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt, betrifft das die ganze Familie“, erzählt Anne Schmidt aus der Demenzberatung der BeKo. „Ein wichtiges Ziel ist es demenzkranke Menschen würdevoll zu begleiten, um Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.“

Hier bietet die BeKo Angehörigen und Betroffenen Informationen, stellt die Herausforderungen dar und zeigt Hilfsangebote auf. Darüber hinaus ist ein „Demenzwegweiser für Stadt und Landkreis Gießen“ als Broschüre bei der BeKo kostenlos erhältlich oder als PDF auf der Homepage der BeKo unter Wissenswertes „Demenz“ zu finden.

Sie erreichen die BeKo Montag bis Freitag ab 8:30 Uhr, mittwochs auch nachmittags von 14 – 16 Uhr unter 0641 9790090 oder per Mail an seniorenberatung@beko-giessen.de.

 

Quelle: Beratungs- und Koordinierungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen

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