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22.11.2019

"Der gute Allendorfer" wurde wieder in der Stadtverwaltung angeboten

Sinnvolle Obstverwertung als Teil des Gesamtkonzeptes zur Erhaltung des  Streuobstgebietes „Judenberg“ in Gießen-Allendorf

Bereits seit dem Jahr 2006 wird in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Gießen, der Landschaftspflegevereinigung Gießen e.V. (LPV) und den vielen privaten Grundstücksbesitzern auf dem "Judenberg" in Gießen-Allendorf das überschüssige Obst, das ansonsten verfaulen würde, geerntet und gekeltert.

Nachdem das letzte Jahr ein sehr gutes Obstjahr war, gab es in diesem Jahr auf Grund von späten Frostereignissen und der Apfel-Gespinstmotte im gesamten Landkreis so gut wie keine Äpfel. Die anhaltende Trockenheit im Sommer hat dann den meisten Bäumen die Kraft zum Ausbilden großer Früchte genommen. Lediglich der Streuobstbestand am „Judenberg“ konnte mit einer, wenn auch kleinen, Ernte aufwarten. Erfreulicherweise gab es aber in diesem Jahr wieder ausreichend Birnen, so dass zusammen mit den verbliebenen Äpfeln, der gute Apfel-Birnensaft gekeltert werden konnte. Dieser wurde in handliche 3-Liter-Boxen abgefüllt,  unter dem Namen „Der gute Allendorfer“ an die Stadtverwaltung Gießen geliefert und dort an die Mitarbeiter/innen verkauft..

Für die Ernte am „Judenberg“ stand wieder die Gemeinnützige Gesellschaft für Integration, Jugend und Berufsbildung mbH (IJB) unter der Leitung von Herrn Thomas Höke zur Verfügung. Der leckere Saft, der von Marthas Mobiler Mosterei aus Greifenstein-Beilstein gekeltert wurde, erfüllt übrigens inoffiziell schon lange Bio-Kriterien, da diese Flächen seit 2006 garantiert ohne Dünger und Pflanzenschutzmittel bewirtschaftet werden.

Herr Dr. Hasselbach betonte, dass die diesjährige Ernte am „Judenberg“ zeige, wie wichtig Biodiversität - nicht nur im Streuobst - sei. Lediglich der hohen Arten- und Sortenvielfalt am „Judenberg“ sei es zu verdanken, dass selbst in einem solch schlechten Apfeljahr, eine Ernte zustande kam. Stadträtin Weigel-Greilich schloss sich dem an und gab zu bedenken, dass gerade in Zeiten des Klimawandels, der Erhalt und die Verbesserung der Biodiversität ein äußerst wichtiges Ziel sein müssen. So müsse man auch in Zukunft mit widrigen Klimabedingungen rechnen, die es mit Maßnahmen, wie dem Streuobsterhalt am „Judenberg“ auszugleichen bedürfe - auch wenn dieser wohl nur ein kleines Rädchen im Getriebe darstelle.

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