Leben

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Otto Pankok: Sinti-Bilder 1931-1948

Datum:

21.03.2013 bis 12.05.2013

Uhrzeit:

Bis 16:00 Uhr

Ort:

Altes Schloß, Brandplatz 2

Kosten:

Eintritt frei

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Otto Pankok, »Ossi mit Kertscha«, 1948, Kohle auf Papier, 118 x 100 cm © Otto-Pankok-Museum-Hünxe
Otto Pankok, »Ossi mit Kertscha«, 1948, Kohle auf Papier, 118 x 100 cm © Otto-Pankok-Museum-Hünxe

„Es gibt Kunstwerke, über die man viel sagen kann, und solche, bei denen man in Verlegenheit käme, sollte man sagen, worauf der starke Eindruck, den sie machen, beruht. Pankoks Blätter gehören ganz zur letzteren Art.“ (Wilhelm Worringer, 1927)

Otto Pankok (1893-1966) gehört zu den bedeutenden Vertretern des „expressiven Realismus“. Mit seiner im Nationalsozialismus als „entartet“ diffamierten Kunst zählt er zur sogenannten „verlorenen Generation“. Den Großteil seines OEuvres bilden über 6000 großformatige Kohlezeichnungen mit einer ungewöhnlich variationsreichen Abstufung von Schwarz-Weiß-Tönungen. In den Jahren 1931 bis 1948 schuf der Künstler zahlreiche Kohlzeichnungen, in denen er das Leben der Sinti festhielt. Mit ihnen hatte Pankok auf dem Düsseldorfer Heinefeld zeitweise zusammengelebt und war als „Molari“ (Maler) Teil ihrer Gemeinschaft geworden. Eine Vielzahl seiner Zeichnungen sind einfühlsame Porträts von Menschen, die Ausgrenzung und Verfolgung ausgesetzt waren. Deren Schicksal bannte Pankok ungeschönt mit expressivem Strich auf Papier. Suggestive Wirkung und künstlerische Ausdruckskraft kennzeichnen diese Kohlezeichnungen. 2013 ist das Jahr des 120. Geburtstags von Otto Pankok. Im selben Jahr gedenkt die Stadt Gießen der Deportation der Gießener Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten vor 70 Jahren. Jubiläum und Gedenken sind Anlass, in Zusammenarbeit mit dem Otto-Pankok-Museum Hünxe, eine Auswahl von Sinti-Bildern im Oberhessischen Museum zu präsentieren.

 

Rahmenprogramm

Kuratorenführungen
Sonntag, 7. April, 15 Uhr
Sonntag, 21. April, 15 Uhr
Sonntag, 12. Mai, 11 Uhr - im Rahmen des Internationalen Museumstags

DURCHSEHEN! Führungen für Studierende
Ein Angebot für Studierende in und um Gießen. Neben der Sonderausstellung werden auch die Sammlungen im Alten Schloss vorgestellt.
Samstag, 13. April, 14.30 Uhr
Samstag, 27. April, 14.30 Uhr

„Kinder der Nacht“
Musikalischer Abend mit dem Stadttheater Gießen
11. April, 19 Uhr, Netanyasaal, Altes Schloss

Vortragsreihe
jeweils 19 Uhr, Netanyasaal, Altes Schloss

Kay-H. Hörster Historiker, Kurator der Ausstellung
Die politische Dimension in der Kunst Otto Pankoks
Mittwoch, 3. April

Professor Dr. Wilhelm Solms, Literaturwissenschaftler, Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung, Marburg
Begegnung mit der Kultur der Sinti und Roma
Donnerstag, 18. April

Dr. Andreas Ay, Kunsthistoriker, Gießen
Otto Pankoks „Kohlegemälde“ – Versuch einer Annäherung
Donnerstag, 2. Mai

Christiane Weber M. A., Historikerin, Arbeitsstelle für Holocaustliteratur am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen
„Der vergessene Holocaust“ – Die Vertreibung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus
Mittwoch, 8. Mai


Bildergalerie

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