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16.04.2020

Bessere Zeiten für Radfahrer in der Frankfurter Straße

Mehr Sicherheit durch vorgezogene Haltlinien

In dieser Woche beginnen an den Verkehrs-Knotenpunkten in der Frankfurter Straße/Ecke Friedrichstraße sowie Frankfurter Straße/Ecke Klinikstraße Arbeiten an den Straßenmarkierung, um den Radverkehr sicherer zu gestalten.  „Die Maßnahmen dienen dazu, die Konflikte zwischen geradeausfahrendem Radverkehr und (wartepflichtigem) rechts abbiegenden Kfz-Verkehr zu entschärfen“, informiert Verkehrsdezernent Bürgermeister Peter Neidel.

Die Haltlinien für den Kraftfahrzeugverkehr werden gegenüber denen des Radverkehrs deutlich zurückgenommen, damit dieser nicht im toten Winkel zum Beispiel von LKWs zum Stehen kommt. In der Frankfurter Straße erhalten Radfahrer zudem vor dem Kfz-Verkehr grün, damit sie früher die Konfliktfläche erreichen als abbiegender Kfz-Verkehr. Die speziellen Radsignalgeber sind an den beiden ampelgesteuerten Kreuzungen bereits montiert. Nun folgen die Markierungen, die für mehr Sicherheit sorgen.

In den Seitenstraßen werden aufgeweitete Radaufstellstreifen (ARAS) mit Vorbeifahrstreifen markiert. Nur so bringt der ARAS auch linksabbiegendem Radverkehr etwas. Auf dem ARAS stellen sich Radfahrer nebeneinander vor den wartenden Kfz auf und sind damit im Blickfeld. Das ist insbesondere bei LKWs und Bussen ganz wichtig. Zur eigenen Sicherheit sollten sich Radfahrer niemals neben Schwerverkehr aufstellen. Im Pulk geben sie dann auch schneller den Weg für rechtsabbiegende Kfz frei als hintereinander fahrend. Damit kann der rechtsabbiegende Verkehr besser abfließen.

Hat die Ampel aber schon auf „Grün“ geschaltet, bringen weder vorgezogene Haltlinie noch ARAS einen Sicherheitsgewinn für den Radverkehr. Auch wenn geradeausfahrender Radverkehr Vorfahrt gegenüber rechtsabbiegendem Kfz-Verkehr hat, sollten sich Radfahrer insbesondere bei LKWs zur eigenen Sicherheit nicht darauf verlassen und davon absehen, bereits rollende Fahrzeuge rechts zu überholen.

Nicht jeder Radfahrer fühlt sich sicher genug, über eine Fahrspur auf die Linksabbiegespur zu wechseln. Deshalb werden zum ersten Mal in Gießen zusätzlich auf der Hauptstraße Angebote für das indirekte Linksabbiegen geschaffen. Wer nicht direkt abbiegen möchte, bleibt rechts auf dem Radfahrstreifen, fährt zunächst auf der markierten Radfurt geradeaus über die Kreuzung und bleibt anschließend auf dem mit einem Fahrradpiktogramm und Linksabbiegepfeil versehenen Aufstellbereich rechts davon stehen. Dort wartet man, bis das separate Radsignal "Grün" zeigt und quert dann die Straße mit dem kreuzenden Verkehrsstrom aus der Seitenstraße - natürlich mit Grünvorlauf. Die Wahlmöglichkeit wird mit einem Hinweisschild vorangekündigt. Das indirekte Linksabbiegen dauert in der Regel länger als das direkte, ist dafür aber gesichert und konfliktfrei.

Diese Maßnahmen sollen in diesem Jahr an 13 weiteren Kreuzungen im Stadtgebiet umgesetzt werden, damit Radler sicherer unterwegs sein können, kündigte Bürgermeister Neidel an.

 

Fahrradfahren in Gießen

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