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13.05.2020

Relevante Informationen zur Corona-Krise für Unternehmen

(Stand 04.06.2020)

Download (PDF 81 kB): Überblick zu allen Fördermöglichkeiten für Unternehmen

NEU - Konjunkturpaket 2020

Im Rahmen des Konjunkturpakets 2020 wurde von der Bundesregierung ein Paket von 130 Milliarden EURO zur Krisenbewältigung beschlossen. Auch für Unternehmen wird es ein breites Spektrum an Hilfen geben. Teilweise werden noch die konkreten Umsetzungen erarbeitet. Wir möchten Sie jedoch bereits jetzt über die geplanten Unterstützungen informieren.

Die folgende Nummerierung der einzelnen Maßnahmen ist identisch mit den im Originaltext angegebenen Gliederungspunkten. Das Originaldokument  finden Sie hier.

  1. Senkung des MwSt-Satzes von 19 % auf 16 % sowie von 7 % auf 5 %
  2. Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge bei max. 40 %
  3. Strompreise: weiterer Zuschuss aus Mitteln des Bundes zur schrittweisen Senkung der EEG-Umlage
  4. Verschiebung der Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer
  5. Befristete Erweiterung des Betrags des steuerlichen Verlustrücktrages
  6. Einführung einer befristeten degressiven Abschreibung
  7. Modernisierung des Körperschaftssteuerrechts
  8. Attraktivere Möglichkeiten für die Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen und speziell auch an Startup-Unternehmen
  9. Erleichterung eines schnellen Neustarts nach einer Insolvenz

12. Vorlage verlässlicher Regelungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld ab Januar 2021 im

      September 2020

13. Programm für Überbrückungshilfen für KMU bei corona-bedingtem Umsatzausfall

14. Verlängerung des vereinfachten Zugangs in die Grundsicherung bis 30.09.2020

15. Maßnahmen zur Stabilisierung gemeinnütziger Organisationen

16. Programm zur Milderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie im Kulturbereich

30. Prämie für neu geschlossene Ausbildungsverträge, wenn keine Verringerung des Aus-

      bildungsplatzangebots im Vergleich zu den 3 Vorjahren erfolgt

31. Aufstockung des Förderprogramms Gemeinschaftsaufgabe GRW um 500 Mio. Euro

NEU - Infektionsschutz, Entschädigung bei Tätigkeitsverbot

+++ Ausweitung der Förderung nach § 56 Infektionsschutzgesetz +++ Ende Mai hat der Deutsche Bundestag die Bezugszeit für einen Verdienstausfall wegen der Schließung von Kitas und Schulen  im Rahmen des § 56 IfSG von derzeit 42 Tagen auf 10 Wochen, bei Alleinerziehenden sogar auf 20 Wochen verlängert +++ Aktuell muss noch entschieden werden, wie Abwicklung für den erweiterten Zeitraum erfolgt +++ Beim Gesundheitsamt des LKGI eingereichte Anträge müssen erneut beim Regierungspräsidium Darmstadt gestellt werden +++

Wer Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) beantragen möchte, kann dies ab sofort online tun. Durch das Online-Verfahren ist eine zügige Bearbeitung sowie eine zeitnahe Auszahlung eventueller Entschädigungszahlungen möglich. Das Antragsformular und weitere Informationen zu Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhalten Betroffene auf dieser Website: https://ifsg-online.de/index.html

Das Regierungspräsidium Darmstadt übernimmt die Bearbeitung sämtlicher Anträge auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz in Verbindung mit Corona, die im Land Hessen gestellt werden. Bereits gestellte Anträge beim örtlichen Gesundheitsamt können leider nicht an das Regierungspräsidium Darmstadt weitergeleitet werden, da das Antragsformular einige weitergehende Informationen erfordert. Eine erneute Antragstellung unter dem oben genannten Link ist daher erforderlich.

Anspruch auf eine Entschädigung hat, wer einen Verdienstausfall infolge von Quarantäne oder eines Tätigkeitsverbots hat. Das Tätigkeitsverbot oder die Quarantäne muss vom Gesundheitsamt oder einer anderen zuständigen Stelle angeordnet sein. Freiwillige Quarantäne wird nicht entschädigt. Auch angeordnete Schließungen von Geschäften, Betrieben, Freizeiteinrichtungen, Sportstudios, etc. oder die Untersagung von Veranstaltungen sind kein Tätigkeitsverbot im Sinne des Gesetzes. Mehr Information hierzu bietet ebenfalls die angegebene Internetseite ifsg-online.de/index.html.

Sorgeberechtigte Beschäftigte und Selbständige können eine Entschädigung aufgrund von Kita- oder Schulschließungen erhalten, sofern die Anforderungen erfüllt sind. Beschäftigten erhalten in den ersten sechs Wochen die Entschädigung vom Arbeitgeber, der Arbeitgeber wiederum kann sich diese Kosten erstatten lassen. Auch zu diesem Themenkomplex bietet die genannte Internetseite des Bundesinnenministeriums nähere Information.

Ansprechpartner beim Landkreis Gießen ist Dr. Manfred Felske-Zech, Leiter der Wirtschaftsförderung, Telefon: 0641 9390-1767, E-Mail: wirtschaft@lkgi.de

Grundsicherung für Selbstständige/Solounternehmer

Mit dem Sozialschutzpaket gibt es nun einen erleichterten und unbürokratischen Zugang zur Grundsicherung für Selbstständige. Wenn es nicht direkt (oder nicht nur) um einen betrieblichen Liquiditätsengpass geht, sondern vielmehr darum, die private Miete und den restlichen Lebensunterhalt weiterhin zahlen zu können, kann das neue ALG II (Grundsicherung) relevant sein. Dies ist für alle, die im Moment kein Einkommen haben können neu aufgesetzt worden. Es gilt nun:

  • Keine Vermögensprüfung, lediglich eine Angabe, dass kein Vermögen (z.B. Erspartes) in "erheblichem" Umfang besteht. Dies gilt zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020. Erst danach greifen wieder die bislang geltenden Regelungen für den Einsatz von Vermögen.
      • Höchstgrenze des Vermögens 60.000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied,  30.000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied. Diese Grenze gilt insbesondere für alle Barmittel oder sonstige liquide Mittel wie Girokonten, Sparbücher, Schmuck, Aktien oder Lebensversicherungen.
  •  Auch Folgeanträge werden unbürokratisch für zwölf Monate weiterbewilligt.

  • Die Kosten für Wohnung und Heizung werden in den ersten sechs Monaten in vollem Umfang anerkannt. Es gibt keine Prüfung der Wohnungsgröße.

  • Es erfolgt keine Aufnahme in die Arbeitsvermittlung.

  • Es wird geprüft, ob es Einkünfte aus der Bedarfsgemeinschaft gibt, die zur Deckung des Lebensunterhalts genutzt werden müssen.

  • Das neue ALG II ist auch mit den Zuschüssen des Bundes und des Landes für Selbstständige und Kleinstunternehmen kombinierbar.
Gezahlt wird das ALG II maximal rückwirkend zum Anfang des laufenden Monats. Der Antrag auf Arbeitslosengeld II kann formlos telefonisch, per E-Mail oder per Post beim Jobcenter gestellt werden. Weitere Infos, Antragsformulare und wichtige Hinweise zur Beantragung von Arbeitslosengeld II finden Sie unter https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-grundsicherung/.

ARBEITSLOSENVERSICHERUNG - Lockerung der Regeln für freiwillig versicherte Selbstständige

  • Sind Selbstständige durch die Corona-Krise unverschuldet arbeitslos geworden und hatten bereits innerhalb der letzten 12 Monate Arbeitslosengeld bezogen, können sie sich danach erneut freiwillig versichern. Bisher erfolgte ein Ausschluss aus der freiwilligen Arbeitslosenversicherung, wenn innerhalb eines Jahres wieder die gleiche selbstständige Tätigkeit aufgenommen wurde. Diese Regelung gilt bis zum 30.09.2020  

  • Können Selbstständige derzeit die Beiträge zu ihrer freiwilligen Arbeitslosenversicherung nicht zahlen, gewährt die Arbeitsagentur einen Zahlungsaufschub bis längstens Oktober 2020. Es ist nicht erforderlich, sich zu melden. Die örtliche Agentur für Arbeit nimm zu einem späteren Zeitpunkt Kontakt auf. Die ausstehenden Beträge können dann auch in Raten nachgezahlt werden.

Fördermöglichkeiten für Kleinunternehmen

1. Soforthilfe

2. Hessen Mikroliquidität

3. Perspektivberatung

4. Kurzarbeitergeld

 

1. Corona-Virus-Soforthilfeprogramm Bund/ Land (nur noch bis 31.5.2020 beantragbar!)

(Unternehmen von 1 bis 50 Mitarbeiter und Freiberufler)

 Art der Förderung:

  • Zuschuss

 Förderfähige Maßnahmen:

  • zur Überwindung des existenzbedrohlichen Liquiditätsengpasses gewährt, die durch die Corona-Virus-Pandemie vom Frühjahr 2020 entstanden sind.

(Anmerkung: Hierzu zählen z.B. Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u. ä.)

  • Voraussetzung:
    Die Liquiditätsengpässe sind nicht vor dem 11.03.2020 entstanden!

Antragsberechtigte:

Das Förderprogramm richtet sich an Kleinstunternehmen oder KMU mit bis zu 50 Mitarbeitern mit Hauptsitz in Hessen bzw. bei Soloselbstständigen mit Wohnsitz in Hessen handeln

  • Gewerbliche Unternehmen
  • Unternehmen mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft
  • Selbstständigen und Soloselbstständige, insbesondere
    • Angehörige der freien Berufe sowie
    • Nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherte Künstler
    • Am Markt tätige Sozialunternehmen in Form einer GmbH die i.S.d. §5 (1) Nr. 9 KStG anerkannt wurden

Höhe des Zuschusses:

  • Bis max. 10.000 € bei bis zu 5 Mitarbeitern
  • Bis max. 20.000 € bei bis zu 10 Mitarbeitern
  • Bis max. 30.000 € bei bis zu 50 Mitarbeitern

 Hilfe zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitäquivalente:

  • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1
  • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3
  • Auszubildende = pro Person 1 Vollzeit-Äquivalent

Antragsschluss:

Die Anträge sind bis spätestens 31. Mai 2020 zustellen.

ACHTUNG:

Mögliche Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz sowie zustehende Versicherungsleistungen aus Absicherung von Betriebsunterbrechungen oder Betriebsausfall werden auf den vorgesehenen Zuschuss angerechnet.

Der Antrag wird online direkt beim Regierungspräsidium in Kassel gestellt.

RP Kassel - Corona Soforthilfe

Beratungen zum Programm erfolgen über die Kammern!

Weiter Informationen zum Förderprogramm finden Sie über den folgenden Link:

Richtlinie des Landes Hessen zur Durchführung eines Soforthilfsprogramms für gewerbliche Unternehmen


 2.   Hessen-Mikroliquidität, neu ab 01.04.2020

(Unternehmen von 1 bis max. 50 Mitarbeiter und Freiberufler)

 Art der Förderung:

  • Darlehen direkt über die WIBank

Förderfähige Maßnahmen:

  • Mitfinanziert werden Betriebsmittel für die Aufrechterhaltung der Tätig-keit bzw. die Überbrückung des Zeitraumes bis zur Wiederaufnahme derselben. Die Finanzierungsmittel dürfen ausschließlich für diesen Zweck verwendet werden. (soll sich am Liquiditätsbedarf für 6 Monate ab dem 13.03.2020 orientieren)

Achtung:
Mehrwertsteuerbeträge können nur mitfinanziert werden, wenn Antrag-stellende nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind.

Antragsberechtigte:

  • Natürliche Personen, die unternehmerisch tätig (Unternehmen mit max.. 50 Mitarbeitern (Vollzeit))sind sowie
  • Angehörige der Freien Berufe, die zur Fortführung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit einer kurzfristigen Überbrückungsfinanzierung bedürfen.

Höhe des Darlehens:

  • Min. 3.000 €
  • Max. 35.000 €

Laufzeit:

  • 7 Jahre mit 2 tilgungsfreien Jahren

Zinssatz:

  • 0,75 % p.a.

Programmlaufzeit:

  • Bis 31.12.2020

Weitere Hinweise:

  • Es sind keine banküblichen Sicherheiten erforderlich.
  • Der Antrag wird direkt bei der WIBank gestellt.
  • Die WIBank Hessen kann einen Verzicht auf Rückzahlung von Teilbeträgen des Darlehens von bis zu 50 % des ursprünglichen Darlehensbetrages aussprechen. Diese werden mit den Antragstellenden im Laufe des nächsten Jahres auf Basis dann von den Darlehensnehmenden einzureichenden aussagekräftigen Unterlagen über das Geschäftsjahr 2020 einzelfallbezogen von der WIBank geprüft. Es handelt sich also um keinen Automatismus und auch um kein Anrecht, dass dies bei Vorliegen bestimmter Merkmale zwingend gewährt werden wird.

Weitere Informationen zum Programm und die Formulare zur Antragsstellung finden Sie unter 
WIBank - Hessen-Mikroliquidität


3. Perspektivenberatung KMU als Corona-Hilfe – zu 100% gefördert!

Die RKW Hessen GmbH und das angeschlossene Beraternetzwerk möchten mittelständische Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die vom Coronavirus betroffen sind, unterstützen. Seit Jahren beraten wir Unternehmen in schwierigen Situationen, auch zur Liquiditätssicherung, mit sehr guten Erfolgen.

Für vom Coronavirus betroffene Unternehmen können Beratungen zu 100% über die Beratungsförderung des Bundes gefördert werden! Bis zu 4 Tage Beratungsunterstützung (bis zu 4.000,- €) werden kostenfrei geleistet! Die Unternehmen müssen lediglich die Kosten der Umsatzsteuer (max. 760,- €) selbst tragen. Die Auszahlung der Förderung geht nach Abschluss der Beratung direkt an das RKW Hessen.

Flyer (PDF 136 kB)

Informationen auch unter RKW Hessen - Perspektivenberatung Mittelstand als Corona-Hilfe


4. Kurzarbeitergeld

Informationen zum Kurzarbeitergeld und dessen Beantragung benötigen, finden Sie diese auf der Seite der Arbeitsagentur:

Arbeitsagentur - Corona-Kurzarbeit

Fördermöglichkeiten KMU

Programme für Unternehmen bis 50 Mitarbeitende

1. Corona-Virus-Soforthilfsprogramm Bund/ Land

2. Hessen-Mikroliquidität

Programm für Unternehmen ab 11 Mitarbeitenden

3. KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Programme für Unternehmen bis 249 Mitarbeitende

4. Liquiditätshilfe für KMU in Hessen

5. Perspektivberatung

 

Programme für Unternehmen bis 50 Mitarbeitende
1. Corona-Virus-Soforthilfsprogramm Bund/ Land (nur noch bis 31.05.2020 beantragbar)

(Unternehmen von 1 bis 50 Mitarbeiter und Freiberufler)

Art der Förderung:
• Zuschuss

Förderfähige Maßnahmen:
• Zuschuss zur Überwindung eines existenzbedrohlichen Liquiditätsengpasses, der durch die Corona-Virus-Pandemie vom Frühjahr 2020 entstanden ist.
(Hierzu zählen z.B. Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u. ä.)
• Voraussetzung:
Die Liquiditätsengpässe sind nicht vor dem 11.03.2020 entstanden!

Antragsberechtigte:
Das Förderprogramm richtet sich an Kleinstunternehmen oder KMU mit bis zu 50 Mitarbeitern mit Hauptsitz in Hessen bzw. bei Soloselbstständigen mit Wohnsitz in Hessen:

  • Gewerbliche Unternehmen
  • Unternehmen mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft
  • Selbstständigen und Soloselbstständige, insbesondere
      • Angehörige der freien Berufe sowie
      • nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherte Künstler

Am Markt tätige Sozialunternehmen in Form einer GmbH die i.S.d. §5 (1) Nr. 9 KStG anerkannt wurden

Höhe des Zuschusses:

  • Bis max. 10.000 € bei bis zu 5 Mitarbeitern
  • Bis max. 20.000 € bei bis zu 10 Mitarbeitern
  • Bis max. 30.000 € bei bis zu 50 Mitarbeitern

Hilfe zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitäquivalente:

  • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1
  • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3
  • Auszubildende = pro Person 1 Vollzeit-Äquivalent

Antragsschluss:
Die Anträge sind bis spätestens 31. Mai 2020 zustellen.

ACHTUNG:
Mögliche Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz sowie zustehende Versicherungsleistungen aus Absicherung von Betriebsunterbrechungen oder Betriebsausfall werden auf den vorgesehenen Zuschuss angerechnet.

Der Antrag wird online direkt beim Regierungspräsidium in Kassel gestellt.
RP Kassel - Corona Soforthilfe
Beratungen zum Programm erfolgen über die Kammern!

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie über den folgenden Link:
Richtlinie des Landes Hessen zur Durchführung eines Soforthilfsprogramms für gewerbliche Unternehmen


2. Hessen-Mikroliquidität, neu ab 01.04.2020

Art der Förderung:

  • Darlehen direkt über die WIBank

Förderfähige Maßnahmen:

  • Mitfinanziert werden Betriebsmittel für die Aufrechterhaltung der Tätig-keit bzw. die Überbrückung des Zeitraumes bis zur Wiederaufnahme derselben. Die Finanzierungsmittel dürfen ausschließlich für diesen Zweck verwendet werden. (soll sich am Liquiditätsbedarf für 6 Monate ab dem 13.03.2020 orientieren)

Achtung:
Mehrwertsteuerbeträge können nur mitfinanziert werden, wenn Antragsstellende nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind.

Antragsberechtigte:

  • Natürliche Personen, die unternehmerisch tätig sind (Unternehmen mit max. 50 Mitarbeitern/Vollzeit)
  • Angehörige der Freien Berufe, die zur Fortführung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit einer kurzfristigen Überbrückungsfinanzierung bedürfen

Höhe des Darlehens:

  • Min. 3.000 €
  • Max. 35.000 €

Laufzeit:

  • 7 Jahre mit 2 tilgungsfreien Jahren

Zinssatz:

  • 0,75 % p.a.

Programmlaufzeit:

  • Bis 31.12.2020

Weitere Hinweise:

  • Es sind keine banküblichen Sicherheiten erforderlich.
  • Der Antrag wird direkt bei der WIBank gestellt.
  • Die WIBank Hessen kann einen Verzicht auf Rückzahlung von Teilbeträgen des Darlehens von bis zu 50 % des ursprünglichen Darlehensbetrages aussprechen. Diese werden mit den Antragstellenden im Laufe des nächsten Jahres auf Basis dann von den Darlehensnehmenden einzureichenden aussagekräftigen Unterlagen über das Geschäftsjahr 2020 einzelfallbezogen von der WIBank geprüft. Es handelt sich also um keinen Automatismus und auch um kein Anrecht, dass dies bei Vorliegen bestimmter Merkmale zwingend gewährt werden wird.

Weitere Informationen zum Programm und die Formulare zur Antragsstellung finden Sie unter 

WIBank - Hessen-Mikroliquidität


Förderprogramm für Unternehmen ab 11 Mitarbeitenden

3. KfW-Schnellkredit für den Mittelstand, neu ab 08.04.2020

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Das Wichtigste:

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten für Unternehmen mit mehr als 10 Mitar-beitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
  • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • 10 Jahre Laufzeit
  • Voraussetzung: Sie haben zuletzt einen Gewinn erwirtschaftet – entweder 2019 oder im Durch-schnitt der letzten 3 Jahre

Weiter Informationen unter folgendem Link:
KfW-Corona-Hilfe - Kreditanstalt für Wiederaufbau


Förderprogramme für Unternehmen bis max. 249 Mitarbeitende

4. Liquiditätshilfe für KMU in Hessen (Stand 25.03.2020)

(Unternehmen von 1 bis 249 Mitarbeiter und Freiberufler im Rahmen der vorgegebenen Umsatz- und Bilanzgrenzen)

Art der Förderung:

  • Nachrangdarlehen (es müssen keine Sicherheiten gestellt werden)

Förderfähige Maßnahmen:

  • Das Programm dient der Verbesserung der Finanzierungsstruktur sowie der Liquiditätssituation. Es soll auch dazu beitragen, die Aufnahme von zusätzlichem Fremdkapital zu ermöglichen.

Antragsberechtigte
Das Förderprogramm richtet sich an Kleinstunternehmen sowie KMU:

  • Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich täti-ger Sozialunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht)
  • freiberuflich Tätige, sowie
  • am Markt tätigen Sozialunternehmen in Rechtsform einer gGmbH.

Der Sitz des Unternehmens oder eine Betriebsstätte müssen sich in Hessen befinden.

Nicht antragsberechtigt sind Existenzgründer.

Höhe des Darlehens:

  • Min. 5.000 €
  • Max. 200.000 €

Laufzeit:

  • zwei Jahre mit endfälliger Tilgung
  • alternativ fünf Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren

Zinssatz:

  • 1,25 Prozent p.a. nominal

Programmlaufzeit:

  • Zunächst befristet bis zum 31.12.2020

Weitere Voraussetzung:

  • Die Hausbank stellt als notwendige Kofinanzierung zusätzliche eigene Darlehensmittel in Höhe von weiteren 20% der Summe bereit.

Für die Beantragung von Mitteln im Rahmen des Förderprogramms gilt das Hausbankprinzip!

Weitere Voraussetzungen und Informationen zum Förderprogramm sowie Antragsunterlagen finden Sie über den folgenden Link:
WIBank - Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen


5. Perspektivenberatung für den Mittelstand - 100 % Förderung

(Unternehmen von 1 bis 249 Mitarbeiter und Freiberufler im Rahmen der vorgegebenen Umsatz- und Bilanzgrenzen)

Art der Förderung:

  • Zuschuss zu Beratungsleistungen

Höhe des Zuschusses:

  • 100 % (bis max. 4.000 €)
    Anmerkung: Der Anteil der Umsatzsteuer (max. 760 €) muss vom Unternehmen selbst getragen werden.

Antragsberechtigte:

  • • Kleine und mittlere Unternehmen (siehe KMU-Definition der EU)
  • • Selbstständige
  • • Freiberufler

Förderfähige Maßnahmen:

  • Die Erarbeitung von Ideen, wie Perspektive gewonnen werden können, um über diese schwierige Zeit hinweg zu kommen
  • Besprechung der aktuelle Situation im Betrieb (insbesondere Liquidität, Auslas-tung, spezifische Belastungen, Betroffenheit Pandemie-Anordnungen usw.).
  • Gemeinsame Antragstellung von Fördermitteln
  • Passgenaue Beleuchtung möglicher Hilfen (Kurzarbeitergeld, Förderkredite, Bürgschaften, Zuschüsse, aber auch kurzfristige Einsparmöglichkeiten) verbunden mit entsprechende Empfehlungen sowie Begleitung bei der Antragstellung.

Weitere Informationen finden Sie hier:
RKW Hessen - Perspektivenberatung Mittelstand als Corona-Hilfe

Weitere Fördermöglichkeiten - auch für Großunternehmen

1.   Förderung von Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 (Stand 26.03.2020)

2.   KfW-Unternehmerkredit - Sonderprogramm 2020 (Stand 23.03.2020)

3.   ERP-Gründerkredit - Universell (Stand 23.03.2020)

4.   Absicherung Lieferantenkredite

1. Förderung von Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 (Stand 26.03.2020)

(IDW S6 = Mindestanforderungen an Sanierungsgutachten in einem standardisiertem Rahmen)
(Es ist keine Mitarbeitergrenze benannt)

 Art der Förderung:

  • Zuschuss

Förderfähige Maßnahmen:

  • Die Erstellung von Sanierungsgutachten gemäß IDW S6.

Voraussetzung:

  • Das Unternehmen muss durch die Corona-Pandemie in einer Krise sein.
  • Das Gutachten darf nicht vor dem 13.03.2020 gefordert worden sein.

Antragsberechtigte:

  • Unternehmen und Freiberufler, deren Hausbank ein Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 fordert und die von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind.
  • Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen/Freiberufler, die einer früheren Beihilfenrückforderung der EU-Kommission nicht nachgekommen sind.

Höhe des Zuschusses:

  • 50 % der Kosten des Gutachtens, maximal jedoch 10.000 Euro

Programmlaufzeit:

  • Das Programm ist befristet bis zum 31.12.2020.

 

Der Antrag ist direkt bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen zu stellen. Die Hausbank muss auf dem Formular die Anforderung eines Sanierungskonzeptes gemäß IDW S6 bestätigen.

Weiter Voraussetzungen und Informationen zum Förderprogramm sowie Antragsunterlagen finden Sie über den folgenden Link:

WIBank - Förderung von Sanierungsgutachten gemäß IDW S6


2.   KfW-Unternehmerkredit – Sonderprogramm 2020 (Stand 23.03.2020)

(für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind)

Das klassische KfW-Programm wurde an die Bedürfnisse die durch die Corona-Virus-Pandemie hervorgerufen werden, angepasst!
(alle Unternehmen von 1 Mitarbeiter bis zum Großunternehmen)

Art der Förderung:

  • Darlehen mit 90 % Haftungsfreistellung für KMU
  • Darlehen mit 80 % Haftungsfreistellung für Großunternehmen

Förderfähige Maßnahmen:

Alles, was für die unternehmerische Tätigkeit notwendig ist. Dazu zählen:

  • Investitionen
  • Betriebsmittel (Mittel zur Gewährleistung des laufenden Betriebes)
  • Warenlager
  • Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen, auch Übernahmen und tätige Beteiligungen
  • Leasing

Von einer Förderung ausgeschlossen sind u.a.:

  • Umschuldungen von bis zum 12.03.2020 gewährten Krediten
  • Nachfinanzierungen, Anschlussfinanzierungen und Prolongationen

Antragsberechtigte:

  • Unternehmen (sowohl KMU, als auch Großunternehmen) sowie Freiberufler, die seit mindestens 5 Jahren am Markt aktiv sind.

Von einer Förderung ausgeschlossen sind:

  • Unternehmen, die zum 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren.

Höhe des Darlehens:

  • maximal 1 Milliarde Euro pro Unternehmensgruppe (im Sinne verbundener Unternehmen), begrenzt auf maximal
  • 25% des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das doppelte der Lohkosten 2019 oder
  • den aktuellen Liquiditätsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen beziehungsweise 12 Monaten bei großen Unternehmen des Antragstellers.

Laufzeit:

  • bis 2-jährige Laufzeit mit endfälliger Tilgung
  • bis 5-jährige Laufzeit mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr

Zinssatz aktuell:

  • Bei KMU zwischen 1 % und 1,46 %
  • Bei Großunternehmen zwischen 2 % und 2,12 %

Weiteres:

  • Die KfW verzichtet bei Kreditbeträgen bis zu 3 Millionen Euro pro Unternehmen auf eine eigene Risikoprüfung.
  • Bei Kreditbeträgen über 3 bis einschließlich 10 Millionen Euro pro Unternehmen führt die KfW eine vereinfachte Risikoprüfung durch, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.
  • Kombination mit anderen haftungsfreigestellten Darlehen ist ausgeschlossen

 

Für die Beantragung von Mitteln im Rahmen des Förderprogramms gilt das Hausbankprinzip!

Weitere Voraussetzungen und Informationen zum Förderprogramm sowie Antragsunterlagen finden Sie über den folgenden Link:

KfW - Unternehmer­kredit


3.   ERP-Gründerkredit – Universell (Stand 23.03.2020)

(für Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind)

Das klassische KfW-Programm wurde an die Bedürfnisse die durch die Corona-Virus-Pandemie hervorgerufen werden angepasst!
(alle Unternehmen von 1 Mitarbeiter bis zum Großunternehmen)

Art der Förderung:

  • Darlehen mit 90 % Haftungsfreistellung für KMU
  • Darlehen mit 80 % Haftungsfreistellung für Großunternehmen

Förderfähige Maßnahmen:

  • Investitionen
  • Betriebsmittel (Mittel zur Gewährleistung des laufenden Betriebes)
  • Warenlager
  • Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen, auch Übernahmen und tätige Beteiligungen
  • Leasing

Von einer Förderung ausgeschlossen sind u.a.:

  • Umschuldungen von bis zum 12.03.2020 gewährten Krediten
  • Nachfinanzierungen, Anschlussfinanzierungen und Prolongationen

Antragsberechtigte:

  • Unternehmen die mindestens 3 Jahre am Markt aktiv sind bzw. zwei Jahresabschlüsse vorweisen können

Anmerkung:

  • Jüngere Unternehmen können auch einen Antrag stellen, sofern die Hausbank das volle Risiko trägt (also keine Haftungsfreistellung der Hausbank)

Höhe des Darlehens:

  • maximal 1 Milliarde Euro pro Unternehmensgruppe (im Sinne verbundener Unternehmen), begrenzt auf maximal
  • 25% des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das doppelte der Lohkosten 2019 oder
  • den aktuellen Liquiditätsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen beziehungsweise 12 Monaten bei großen Unternehmen des Antragstellers.

Laufzeit:

  • Bei Investitionen sowie Übernahmen und tätigen Beteiligungen
  • Bis 5-jährige Laufzeit mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr
    • Bei Betriebsmitteln und Warenlager
    • Bis 2-jährige Laufzeit mit endfälliger Tilgung
    • Bis 5-jährige Laufzeit mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr

Zinssatz aktuell:

  • Bei KMU zwischen 1 % und 1,46 %
  • Bei Großunternehmen zwischen 2 % und 2,12 %

Weiteres:

  • Die KfW verzichtet bei Kreditbeträgen bis zu 3 Millionen Euro pro Unternehmen auf eine eigene Risikoprüfung.
  • Bei Kreditbeträgen über 3 bis einschließlich 10 Millionen Euro pro Unternehmen führt die KfW eine vereinfachte Risikoprüfung durch, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.
  • Kombination mit anderen haftungsfreigestellten Darlehen ist ausgeschlossen

 

Für die Beantragung von Mitteln im Rahmen des Förderprogramms gilt das Hausbankprinzip!

Weitere Voraussetzungen und Informationen zum Förderprogramm sowie Antragsunterlagen finden Sie über den folgenden Link:
KfW - ERP-Gründerkredit - Universell

Hinweis:

Für Unternehmen die weniger als 3 Jahre am Markt tätig sind und daher das Programm nicht nutzen können, steht ggf. das ERP-Startgeld der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Verfügung.

Weitere Infos zu diesem Programm finden Sie hier:
KfW - Merkblatt ERP-Gründerkredit -StartGeld


4.  Absicherung Lieferantenkredite

Die Bundesregierung spannt gemeinsam mit den Kreditversicherern einen Schutzschirm in Höhe von 30 Milliarden Euro auf. Hiermit werden für die Zeit von März bis Ende 2020 Lieferantenkredite deutscher Unternehmen an in- und ausländische Kunden zusätzlich gesichert, die durch Corona in Schwierigkeiten geraten sind. Der Bund übernimmt für das Jahr 2020 eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro. Durch die damit verbundene Hebelwirkung wird die Absicherung eines Geschäftsvolumens in Höhe von rd. 400 Milliarden Euro erreicht.

Programme für Kultur- und Kreativwirtschaft

Das "Kulturpaket" des Landes Hessen

Das Land Hessen hat das sogenannte „Kulturpaket“ aufgelegt, um Künstler*innen, Festivals und Kultureinrichtungen zu unterstützen, die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen zu überstehen und den Neubeginn zu meistern.

Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten Unterstützung dabei, den Einnahmeausfall zu verkraften.

Freie Künstlerinnen und Künstler können Arbeitsstipendien von je 2.000 Euro erhalten.

Und mit einem Programm für Kultureinrichtungen, Spielstätten sowie Künstlerinnen und Künstler unterstützt das Land den Neustart mit innovativen Ansätzen.

Insgesamt stellt das Land hierfür bis zu 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereit.

Alle Informationen dazu unter: https://wissenschaft.hessen.de//kulturpaket

Förderprogramme des Bundes

Stipendienprogramm für frei produzierende Künstlergruppen:
https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/reload_stipendien_startseite.html

Hilfsprogramm für freie Orchester
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/hilfe-fuer-freie-orchester-1747976

Ausfallhonorare für Kultureinrichtungen und Projekte, die vom Bund gefördert werden
Bund ermöglicht Ausfallhonorare in der Corona-Krise - Pressemeldung der Bundesregierung

FAQ Kurzarbeitergeld

Seit Anfang März haben rund 750.000 Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Viele dieser Betriebe nutzen das Instrument zum ersten Mal. Das führt zu Fragen und manchmal auch Unsicherheit bei der Inanspruchnahme, wie die Bundesagentur für Arbeit in vielen telefonischen Beratungsgesprächen feststellt. Die Themen reichen dabei vom Anzeigeverfahren bis zur Überweisung von Kurzarbeitergeld.
Hier finden Sie deshalb Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Voraussetzungen, Verfahren und Abrechnung von Kurzarbeit.


Wie läuft der Anzeige- und Auszahlungsprozess von Kurzarbeitergeld?

Beim Kurzarbeitergeld gibt es zwei Antragsstufen. Bei der Anzeige von Kurzarbeit prüft die Arbeitsagentur, ob grundsätzlich die Fördervoraussetzungen vorliegen. Liegen diese vor, kann Kurzarbeit realisiert werden. Die Anzeige von Kurzarbeit löst also noch keine Zahlung aus. Das Instrument ist auf einen flexiblen Einsatz im Betrieb ausgelegt. Deshalb wird Kurzarbeit immer rückwirkend, also nach Abschluss eines Monats, in dem kurzgearbeitet wurde, abgerechnet. Für das Einreichen dieser Monatsunterlagen hat der Arbeitgeber drei Monate Zeit. Abrechnungen für den März müssen zum Beispiel bis spätestens Ende Juni eingereicht werden.
Der Betrieb überweist das Kurzarbeitergeld zunächst mit dem übrigen Monatslohn an die Beschäftigten, tritt also in Vorleistung. Danach reicht er die Abrechnung bei der Arbeitsagentur ein.
Erst nach Einreichen und Prüfung dieser monatlichen Abrechnungen darf die Arbeitsagentur das Kurzarbeitergeld für den abgeschlossenen und abgerechneten Monat überweisen.


Warum wird nachträglich abgerechnet?

Das ist gesetzlich geregelt. Damit wird den Arbeitgebern ermöglicht, Kurzarbeit flexibel einzusetzen. Verbessert sich beispielsweise die Auftragslage, wird einfach weniger kurzgearbeitet oder mit weniger Beschäftigten. Umgekehrt kann bei schlechteren Bedingungen die Kurzarbeit ausgeweitet und auch auf mehr Beschäftigte erweitert werden. Das kann der Betrieb flexibel entscheiden – dafür muss dann nicht jedes Mal neu Kurzarbeit angemeldet werden.


Wie lange brauchen Arbeitsagenturen, um Anträge zu bearbeiten und das Kurzarbeitergeld zu überweisen?

Um die massiv gestiegenen Anzeigen und Anträgen auf Kurzarbeitergeld schnell zu bearbeiten, hat die BA das Personal bereits vervierzehnfacht. Mittlerweile bearbeiten über 8.500 Beschäftigte Kurzarbeitergeld. Im Regelfall sichert die Bundesagentur für Arbeit (BA) zu, die Abrechnungen binnen 15 Tagen zu bearbeiten und anzuweisen. Derzeit geht es, wenn alle Unterlagen vorliegen, schneller. Die BA unternimmt alles dafür, die vielen und noch erwarteten Abrechnungen weiterhin zeitnah abzuarbeiten.


Wie erhalten Beschäftigte Kurzarbeitergeld?

Der Arbeitgeber zahlt wie üblich den Lohn für tatsächlich geleistete Arbeit. Für die Ausfallstunden geht der Arbeitgeber in Vorleistung und zahlt das Kurzarbeitergeld zusammen mit dem Monatslohn aus. Beschäftigte müssen keinen Antrag bei der Arbeitsagentur stellen.


Wer bekommt Kurzarbeitergeld?

Kurzarbeitergeld kann nur für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte bezogen werden. Für geringfügig Beschäftigte besteht kein Anspruch, da der Arbeitgeber keine Sozialbeiträge zur Arbeitslosenversicherung abführt. Allerdings zählen geringfügig Beschäftigte (so genannte Minijobber) bei den Fördervoraussetzungen mit. So muss für mehr als zehn Prozent der Belegschaft ein Arbeitsausfall von je mindestens zehn Prozent vorliegen. In bestimmten Fällen können auch Auszubildende Kurzarbeitergeld bekommen. Allerdings erst nach einem Arbeitsausfall von 6 Wochen oder 30 Arbeitstagen. Bis dahin bekommen sie die volle Ausbildungsvergütung.


Wie lange kann Kurzarbeitergeld bezogen werden?

Kurzarbeitergeld kann für maximal zwölf Monate bezogen werden. Seit kurzem können Betriebe bis zu 21 Monate Kurzarbeitergeld beziehen, sofern der Anspruch bereits im letzten Jahr entstanden ist. Betriebe, bei denen die bisherige 12-monatige Bezugsdauer in der Zeit von Januar bis März 2020 bereits ausgelaufen ist, werden von der Verlängerung ebenfalls erfasst. Die Betriebe müssen Kurzarbeit vor der Inanspruchnahme erneut formlos bei der Arbeitsagentur anzeigen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.arbeitsagentur.de/corona-kurzarbeit

 

Lockerungen - Der Plan für Hessen

Dienstleistung und Handel

Die Verkaufsflächenbegrenzung von 800 m² im Einzelhandel ist seit dem 9. Mai 2020 entfallen. Stattdessen gilt die Regel, dass je angefangene 20 m² ein Kunde zulässig ist.

Körpernahe Dienstleistungen wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen etc. dürfen bereits seit dem 4. Mai wieder öffnen.

Gastronomie und Tourismus

Seit dem 15. Mai 2020 ist eine Öffnung von Restaurants, Gaststätten, Cafés, Biergärten, Casinos und Spielhallen (innen und außen) unter Beachtung von Abstandsregeln und Hygienekonzepten möglich. Ab 28. Mai entfällt die 5 m² Regel für die Gastronomie. Tanzlokale und Discotheken bleiben vorerst geschlossen.

Pensionen, Privatzimmer und Hotels konnten ab dem 15. Mai 2020 zu touristischen Zwecken ihren Betrieb wiederaufnehmen. Soweit Speisen angeboten werden, gelten die gleichen Voraussetzungen wie für die Gastronomie. Dies gilt auch für die Abstandsregel. In allen öffentlichen Bereichen (Rezeption, Tagungsräume, Frühstücksraum, Restaurant) müssen die Abstandsregeln zwischen Personal und Gästen sowie der Gäste untereinander eingehalten werden.

Ebenso ab dem 15. Mai 2020 konnten Ferienwohnungen und Campingplätze vermietet und genutzt werden. Dauercamping und Zweitwohnungsnutzung bleiben gestattet. Freizeitparks konnten ab diesem Tag ebenfalls wieder ihre Pforten öffnen, wenn sie über ein umfassendes Hygienekonzept verfügen. Schwimmbäder und Saunen etc. bleiben geschlossen.


Nähere Informationen zum Plan für Hessen

Arbeitschutzgesetz - Arbeitsschutzstandard COVID 19

Sicherheit und Gesundheitsschutz haben oberste Priorität, wenn es um Arbeit in Zeiten der Corona-Pandemie geht. Dem Arbeitsschutz kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) haben den Arbeitsschutzstandard COVID 19 erarbeitet. Dieser formuliert konkrete Anforderungen an den Arbeitsschutz in Zeiten der Corona-Krise.

Wichtige Punkte:

  • Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern
  • möglichst wenig direkten Kontakt zueinander
  • niemals krank zur Arbeit
  • zusätzlichen Schutz bei unvermeidlichem direkten Kontakt
  • zusätzliche Hygienemaßnahmen
  • arbeitsmedizinische Vorsorge
  • betriebliche Routinen zur Pandemievorsorge
  • aktive Kommunikation

Download Arbeitsschutzstandard im Volltext (PDF 2,3 MB)

Hilfen der Stadt Gießen für Gewerbetreibende - FAQ

Die Stadtverordnetenversammlung hat auf Antrag der Oberbürgermeisterin Sofortmaßahmen zur Eindämmung der ersten finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise beschlossen. Sie richten sich u. a. auch an Gewerbetreibende. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesen Sofortmaßnahmen finden Sie hier:

FAQ zu finanziellen Hilfen der Stadt für Gewerbetreibende

Links zum Thema Corona mit Unterstützungsmöglichkeiten und Informationen

Allgemeine Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen (Stand 24.03.2020)

Kurzarbeitergeld - Bundesagentur für Arbeit - Beantragung

Kurzarbeitergeld - Bundesagentur für Arbeit - Informationen für Unternehmen (PDF 246 kB)

Ergänzende Leistungen für Selbstständige (Arbeitslosengeld II) - Bundesagentur für Arbeit
(Merkblätter und Formulare)

Hilfsprogramm der Bundesregierung - Bundesministerium für Finanzen
(aktuelles Hilfspaket)

Umfassende Übersicht des Bundeswirtschaftsministeriums

Flexibilität der Steuern - Bundesministerium für Finanzen
Stundung - Träger Finanzämter

Aussetzen der Insolvenzantragspflicht - Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz

KfW-Corona-Hilfe - Kreditanstalt für Wiederaufbau
(vereinfachte Kredite, Konsortialfinanzierung über die Hausbank)

Unterstützung des Landes Hessen - WI-Bank
(z. B. Bürgschaften)

Go-digital: Förderung von Home-Office - Der Mittelstand BVMW
(Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.V.)

Infektionsschutz, Entschädigung bei Tätigkeitsverbot - Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
(Entschädigungen werden beim zuständigen Gesundheitsamt beantragt. Ein Antrag kann nach derzeitigem Stand erst nach Aufhebung des Tätigkeitsverbotes gestellt werden, da ein Bescheid über das Tätigkeitsverbot und dessen Aufhebung beizufügen ist.)

Branchenspezifische Informationen

Handel - Infos des Handelsverbands Hessen

Hotellerie und Gastronomie - Hotel- und Gaststättenverband Hessen

Handwerk - FAQs der Handwerkskammer zur Coronakrise

Kreativwirtschaft - Kultur- und Kreativwirtschaft Hessen
(Träger: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen)

Kreativwirtschaft - Künstlersozialkasse

Industrie- und Handel - Deutscher Industrie- und Handelkammertag

Industrie und Handel - IHK Gießen-Friedberg

Allgemeine Infos über die Verbreitung des Virus

Informationen des Gesundheitsamts des Landkreises Gießen über Coronavirus

Infos des Robert Koch Instituts zu Coronavirus

Weitere Infos

Lokale Händler in der Krise unterstützen:

 

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Die Wirtschaftsförderung Gießen wünscht Ihnen alles Gute - vor allem Gesundheit!

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Die Stadtverwaltung ist wieder für alle Services geöffnet

Es gibt aber einige Vorkehrungen und meist ist noch eine vorherige Terminabsprache nötig.

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