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14.05.2021

Stadträtin Weigel-Greilich erfreut über niedriges Infektionsrisiko im ÖPNV

Die regelmäßige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist im Vergleich zum Individualverkehr nicht mit einem höheren Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie der Berliner Charité, die im Frühjahr 2021durchgeführt wurde. Die Untersuchung fand in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund, RMV, statt.

Die Gießener ÖPNV-Dezernentin Gerda Weigel-Greilich zeigt sich sehr erfreut über dieses Ergebnis: „Die Forschungsergebnisse zeigen eindeutig, dass der Öffentliche Personennahverkehr keinen Infektionsherd darstellt. Voraussetzung für diesen Sachverhalt sind die strengen Hygieneschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die konsequente Maskenpflicht an Bushaltestellen und in den Fahrzeugen.“ Die Stadträtin verweist in diesem Zusammenhang auf die enge Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und ihrer Tochtergesellschaft Mit.Bus GmbH: „Dank der zuverlässigen Arbeit der Stadtwerke konnten die Hygienemaßnahmen in den Bussen zügig umgesetzt werden.“ Dazu zählen beispielsweise die extra montierten Plexiglasscheiben an den Fahrerzellen aller 54 Stadtbusse. Zudem wurden die Fahrzeuge regelmäßig desinfiziert und gelüftet.

Die Dezernentin ist sich sicher, dass die Studienergebnisse einen positiven Effekt auf den durch Corona gebeutelten Nahverkehr haben. Wegen der neuen Faktenlage könne man ohne schlechte Gefühle in Bus und Bahn einsteigen.

Für die unabhängige epidemiologische Studie hat die Research Organisation der Berliner Charité (CRO) seit Februar 2021 insgesamt 681 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 16 bis 65 Jahren im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) begleitet. Alle Probanden sind zu Beginn und am Ende der Studie auf eine Corona-Infektion hin getestet worden. Während des Studienzeitraums führten die Probanden ein digitales Tagebuch, über das zusätzlich zum konkreten Mobilitätsverhalten auch Kontakte, Erkältungssymptome oder die Einhaltung von Hygieneregeln im ÖPNV festgehalten wurden. Die CRO hat dabei keinen Unterschied im Hinblick auf ein mögliches erhöhtes Infektionsrisiko bei der Nutzung des ÖPNV im Vergleich mit dem Individualverkehr festgestellt. Auch im Vergleich verschiedener Verkehrsmittel des ÖPNV wurden keine Unterschiede festgestellt.

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