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22.02.2021

Neu erschienen: Elternbroschüre High oder frei?

Fragen und Antworten rund um Alkohol und andere Drogen

Wie wirkt eigentlich Cannabis? Kann ich erkennen, ob mein Kind gekifft hat? Ist Alkohol in Maßen vielleicht gesund? Wie entsteht eine Abhängigkeit und wie können Eltern ihr Kind am besten unterstützen?

Nicht selten gehen Eltern solche oder ähnliche Fragen durch den Kopf. Sie erleben, wie sich ihr Kind von ihnen entfernt, selbständig wird und ihnen vielleicht nicht mehr alles erzählt. Sie bekommen weniger Einblick in die Gedankenwelt ihres Kindes, wissen nicht mehr genau, mit wem es sich trifft und wie es seine Freizeit verbringt. Manchmal verunsichert ein solches Verhalten und weckt Ängste und Sorgen. Jugendliche sind auf der Suche nach sich selbst. Dafür testen sie ihre körperlichen und psychischen Grenzen aus – auch mit Alkohol und anderen Drogen. Denn diese schaffen neue Erlebnisse. Sie können entspannen, anregen, aufputschen oder beruhigen, die Sinne schärfen, verändern oder dämpfen. Die Flasche Bier oder der geteilte Joint können die Anerkennung in der Gruppe Gleichaltriger steigern. Jugendliche sind offen, Risiken und gesundheitliche Gefahren einzugehen. Sie fordern mehr, probieren aus, testen und überschreiten manchmal dabei auch Grenzen. Dabei wenden sie sich von Erwachsenen ab und versuchen, ihre eigenen Spielräume und Standpunkte zu finden.

In dieser Lebensphase sind und bleiben Eltern wichtige Ansprechpartner für ihre Kinder. Diese Zeit kann auch eine große Chance für beide Seiten sein. Jugendliche richten sich neu aus. Aber auch für Mütter und Väter besteht die Chance, das Verhältnis und den Kontakt zu ihrem Kind neu zu erleben und weiterzuentwickeln. Häufig genügt es schon, dass sie Ruhe bewahren, im Kontakt mit ihrem Kind bleiben und darauf vertrauen, den richtigen Weg zu finden.

Die Elternbroschüre „High oder frei? Fragen und Antworten rund um Alkohol und andere Drogen“ wurde in Kooperation vom Suchthilfezentrum Gießen und dem „Präventiven Jugendschutz“ der Universitätsstadt Gießen geschrieben, um allen Eltern, Müttern, Vätern und Alleinerziehenden Mut zu machen, diese Zeit der Veränderungen auch als eine positive Zeit der Herausforderung sehen zu können.

In den letzten Jahren erschienen bereits die Elternbroschüren

  • „Pubertät – alles im grünen Bereich“,
  • „Fragen stellen, Antworten erhalten – Tipps und Informationen rund um das Jugendschutzgesetz“ und
  • „Mein Kind – (K)ein Nazi!? – Tipps für mehr Mut, Verständnis und Vertrauen“.

Nun haben sich die beiden Herausgeber zum Ziel gesetzt, wichtige Informationen zum Thema Alkohol und andere Drogen zu sammeln und auf eine übersichtliche Art und Weise verständlich zu machen. Durch die Elternbroschüre sollen Vätern und Müttern bei jeglichen Entscheidungen mehr Sicherheit in ihrem Handeln gegeben werden. Die gesammelten Antworten, Informationen und Tipps sollen Unterstützung und Orientierung geben. Dabei sind langjährige Erfahrungen, Kontakte und Angebote für Kinder, Jugendliche und Eltern von zentraler Bedeutung gewesen. Durch die Arbeit des Suchthilfezentrums sowie des Jugendschutzes konnten viele Anregungen von Eltern, Kindern und Jugendlichen aufgenommen werden und mit in die Elternbroschüre einfließen.

In quadratischer Form liefert die Elternbroschüre auf 36 Seiten und in fünf Kapiteln vielfache Informationen, gibt konkrete Tipps und weist zudem auf Adressen für Unterstützungsangebote in Gießen und auf überregionale Ansprechpartner*innen hin. Durch QR-Codes neben den Artikeln ist es möglich, schnell und einfach ins Internet zu kommen, um dort auf Wunsch vertiefend weiterlesen zu können.

Die Broschüre ist allerdings nur ein Baustein der sozialen Angebote der beiden Einrichtungen im Rahmen der Drogenprävention. Mit Beratungs-, Seminar- und Fortbildungsangeboten sind das Suchthilfezentrum und der Jugendschutz für Eltern, Kinder, Jugendlichen sowie Pädagog*innen mit ihren täglichen Herausforderungen seit vielen Jahren unterstützend und präventiv tätig.

Mit einer Auflage von 5000 Stück ist die Elternbroschüre „High oder frei? Fragen und Antworten rund um Alkohol und andere Drogen“ ab sofort in Beratungsstellen, öffentlichen Einrichtungen und im örtlichen Einzelhandel kostenlos erhältlich. Außerdem ist die Broschüre unter www.jugendschutz-giessen.de zum Herunterladen verfügbar und kann dort auch online bestellt werden.

Weitere Fragen können an den Präventiven Jugendschutz der Universitätsstadt Gießen, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen, Telefon 0641 306 2493, Telefax: 0641 306 2494 oder per E-Mail: jugendschutz@giessen.de  gerichtet werden.

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