Rathaus

Seiteninhalt
25.06.2021

Chillen in den Lahnwiesen - aber mit Regeln

Die Lockerungen der Corona-Vorschriften und das schöne Wetter treibt viele Menschen wieder hinaus ins Grüne. Die Stadt möchte - trotz auch mancher unschöner Begleitumstände wie Vermüllung und nächtlicher Lärm - weiter daran festhalten: Gerade die städtischen Grünanlagen, die Lahnwiesen im Bereich zwischen den Brücken, aber auch am Rugby-Feld sowie der Stadtpark in der Wieseckaue, sind ideale Ort, um sich zu erholen, zu chillen, gemeinsam in kleinen Gruppen Freizeit und Sport zu genießen. Das soll auch so bleiben. Stadträtin Gerda Weigel-Greilich dazu: „Unsere grünen Inseln am Wasser, unsere Wiesen sind ideal dafür, um den Sommer zu genießen. Wir beobachten, dass viele vor allem junge Menschen dieses freie Angebot schätzen und wahrnehmen. Wir unterstützen dies, wo wir können.“  

Um dieses Angebot aufrecht erhalten zu können, müssen allerdings einfache Regeln eingehalten werden, etwa Müll nicht liegen lassen und Lärm in den Nachtstunden vermeiden. Insbesondere der Einsatz von Lautsprechern und Musikanlagen sollte nach 22 Uhr mit Beginn der Nachtruhe mit Rücksicht auf Anwohner unterbleiben. Bürgermeister und Ordnungsdezernent Peter Neidel dazu: „Besonders das Gewummere von tiefen Bässen überträgt sich leider über weite Entfernungen. Das ist Anwohnern nicht zumutbar. Unsere Ordnungspolizei und die Polizei werden daher in den Nachtstunden auch in den Lahnwiesen kontrollieren und darauf hinweisen, dass laute Musik ab 22 Uhr nicht geht.“

Um die Menschen bei der Einhaltung der Regeln zu unterstützen, werden am Rugby-Feld, das einen enormen Zulauf erfahren hat, auch zusätzliche Mülleimer aufgestellt. „Wir möchten den Menschen es leichter machen, dort selbst Ordnung zu halten“, so Weigel-Greilich. „Am liebsten wäre es uns, wenn jeder und jede den Abfall, den er/sie produziert, auch wieder mitnimmt. Aber es ist besser, ihn gesammelt abzufahren, als die Wiesen ständig reinigen zu müssen.“  Die Stadträtin ist zuversichtlich: „Das, was bisher in den Wiesen und im Stadtpark gut geklappt hat, wird hier auch funktionieren: Zusätzliche Mülleimer schaffen auch mehr Bewusstsein für Sauberkeit.“ Die Situation gerade am Rugby-Feld werde beobachtet, gegebenenfalls werde man das Angebot z. B. durch Glascontainer erweitern oder anpassen, kündigte Weigel-Greilich an. Und: Demnächst sollen auch Müll-Scouts für Sauberkeit werben. Im Gespräch mit Nutzer/innen sollen sie darauf aufmerksam machen, dass keiner etwas von ungepflegten und vermüllten Grünflächen hat.

Regeln statt Sperren und Überzeugen statt Verbieten - der Gießener Magistrat  setzt bei der Nutzung der öffentlichen Flächen auf die Vernunft der Nutzer.

Dies, so Weigel-Greilich abschließend, gelte auch für Grünzonen, die nicht gemäht und daher erkennbar nicht für die Freizeitnutzung vorgesehen sind: An Lahn und in der Wieseckaue sind diese Zonen explizit geschützte Rückzugsorte für die Tier- und Pflanzenwelt. „Bitte respektieren Sie dies und legen Sie sich nicht ins hohe Gras“, so die Stadträtin. Nur mit Respekt der Menschen untereinander, aber auch vor der Natur können wir uns auf einen schönen Sommer für alle freuen.“

Seite drucken:

Seite empfehlen:

Newsletter

Bestellen Sie sich hier den Newsletter und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.