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06.11.2020

Herbstzeit ist Igelzeit - Igelkorb zu gewinnen

[Update 06.11.2020: Die Gewinner stehen fest: Zehn Igel-Überwinterungskörbe haben neue Besitzer gefunden. Um auf das Schicksal der geschützten stacheligen Gartenbewohner aufmerksam zu machen, hatte das städtische Amt für Umwelt und Natur ein Gewinnspiel gestartet. Stadträtin Gerda Weigel-Greilich hofft, mit dieser Aktion dazu beizutragen, dass Igel besser geschützt werden.

Gestern (05.11.2020) konnten die Gewinner die Körbe in Empfang nehmen:

Gruppenbild - Gewinner der Igelkörbe: Annemarie Neitzel, Günter Bellof, Martina Bodenmüller, Marcel Stein, Barbara Bolzek, Martina Valentin, Kerstin Luh, Hans-Jürgen Holaschke, Dr. Wulf Willems, Jella Werle
Gruppenbild - Gewinner der Igelkörbe: Annemarie Neitzel, Günter Bellof, Martina Bodenmüller, Marcel Stein, Barbara Bolzek, Martina Valentin, Kerstin Luh, Hans-Jürgen Holaschke, Dr. Wulf Willems, Jella Werle

Die Gewinnerinnen und Gewinner: Annemarie Neitzel, Günter Bellof, Martina Bodenmüller, Marcel Stein, Barbara Bolzek, Martina Valentin, Kerstin Luh, Hans-Jürgen Holaschke, Dr. Wulf Willems,  Jella Werle]


23.10.2020

Vielleicht ist es Ihnen auch schon aufgefallen, dass Igel, die meist nachts auf Wanderschaft gehen, überfahren am Straßenrand liegen. Findet man einen verletzten Igel, ist man oft unsicher, ob und wie man dem Tier helfen kann. Deshalb gibt die Untere Naturschutzbehörde nützliche Informationen zu seinem Schutz.

Igel gehören nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten. Daher ist es verboten, Igel aus der Natur zu entnehmen. Der Igel ist ein Wildtier und darf keinesfalls als Haustier gehalten werden. Allerdings macht das Gesetz eine Ausnahme bei verletzten, kranken oder untergewichtigen Tieren. Diese darf man selbstverständlich aufnehmen, gesundpflegen und im Frühjahr wieder in die Natur entlassen. Hat ein Ende des Herbsts gefundener Igel ein Gewicht von unter 600 g, so sollte er unbedingt in Menschenobhut genommen werden. Ein Tierarztbesuch mit einem untergewichtigen Igel ist in jedem Fall anzuraten. Als Nahrung für den Igel eignet sich nasses Katzenfutter gemischt mit Haferflocken oder auch ein Rührei ohne Salz. Weitere Informationen zur richtigen Fütterung eines Igels finden Sie auch unter www.pro-igel.de. Auf keinen Fall darf der Igel Milch erhalten, auch wenn er sie gerne trinkt, da er den darin enthaltenen Milchzucker nicht verdauen kann. Milch verursacht dann heftigsten Durchfall und kann zum Tod des Igels führen.

Der Igel ist ein nützlicher Gartenbewohner, der u.a. unliebsame Insekten und Schnecken vertilgt. Am wohlsten fühlt er sich in eher unaufgeräumten und strukturreichen Gärten. Allerdings lauern auch zahlreiche Gefahren auf den kleinen Gesellen. Neben dem Straßenverkehr und Giften (u.a. Schneckenkorn), die im Garten zum Einsatz kommen, sind offene Schächte und Schwimmbecken, in welche sie hineinfallen können lebensgefährlich. Deswegen sollten Lichtschächte und ähnliches immer igelsicher abgedeckt und auch kontrolliert werden. Ebenso kann ein Mähroboter (besonders nachts) zu einer Todesgefahr für das Wildtier werden. Von der Nutzung solcher Gerätschaften rät die Untere Naturschutzbehörde aus Gründen des Artenschutzes generell ab, stellen sie doch eine Gefahr für alle Kleintiere und Insekten dar.

Und bevor jetzt unter Hecken und Gebüschen eventuell noch ein letztes Mal gemäht und Laubhaufen entfernt werden, sollte nachgesehen werden, ob sich dort nicht bereits ein Igel versteckt hat. Im eigenen Garten kann im Herbst immer etwas Gutes für Igel getan werden, denn gesunde, ausgewachsene Igel verstecken sich gerne den Winter über in dichten Laub- und Astwerkhaufen. Es hilft den Tieren sehr, wenn im Winter einfach mal in einer Ecke Reisig und Laubhaufen im Garten liegen bleiben. Ein kuscheliges mit Laub bedecktes Igelkörbchen bietet ebenso einen guten Unterschlupf für den Winter.
ACHTUNG an dieser Stelle: Das Amt für Umwelt und Natur verlost an Gießener Bürgerinnen und Bürger zehn praktische Igel-Überwinterungskörbe! Schreiben Sie eine E-Mail mit Angabe Ihres Namens, der Kontaktdaten und der Angabe, wo auf Ihrem Grundstück der Igelkorb aufgestellt werden soll an: umweltamt@giessen.de oder per Post an Amt für Umwelt und Natur, Berliner Platz 1, 35390 Gießen. Einsendeschluss ist der 30.10.2020. Die Gewinner/-innen werden ausgelost und umgehend benachrichtigt.

Mehr Informationen über den beliebten Gartenbewohner können Sie dem Merkblatt der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Gießen „Igel“ entnehmen:

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