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30.06.2020

Gießener Radverkehr wird attraktiver - Maßnahmen abgeschlossen

Die Stadt Gießen hat die Goethestraße im Abschnitt zwischen Südanlage und Gnauthstraße als Fahrradstraße ausgewiesen, um den Radverkehr attraktiver zu gestalten und ihn dadurch zu stärken. Dabei wurde die Ampel an der Ludwigstraße angepasst. Dies ist mit Hilfe von Fördermitteln des Bundesumweltministeriums unter dem Titel "Technische Maßnahmen zur Einführung einer ‚Grünen Welle‘ für den Radverkehr im Bereich der Goethestraße in der Universitätsstadt Gießen" (Förderkennzeichen 03K12134) beim Projektträger Jülich geschehen. Die vorhandene Fußgängerfurt über die Ludwigstraße wurde auf die komplette Fahrbahnbreite der Goethestraße verbreitert und mit zwei weiteren Signalmasten inklusive Signalgebern für den Fuß- und Radverkehr ausgestattet. Die Signalgeber für die Querung der Ludwigstraße sollen bei sich annäherndem Radverkehr auf „GRÜN“ schalten, damit die Ludwigstraße von den Radfahrenden möglichst ohne Anhalten gequert werden kann. Die Erfassung des Radverkehrs zur Anforderung von "GRÜN" wird mittels thermosensorischen Kameras vorgenommen. Als Rückfallebene wurden Anforderungstaster an den neuen Masten angebracht.

Die Umsetzung der Maßnahme wurde im Frühjahr 2020 abgeschlossen.

Erhöhung der Sicherheit des Radverkehrs und LED-Technik

Außerdem hat die Stadt Gießen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zwei Ampeln mit Glühlampentechnik auf LED-Technik umgestellt:  an der Frankfurter Straße/Friedrichstraße sowie an der Frankfurter Straße/Klinikstraße. Durch die LED-Technik wird 98 % Strom gegenüber des Stromverbrauchs der Glühlampentechnik eingespart, was jährlich ca. 30.000 kWh ausmacht und ca. 17.000 kg CO2-Minderung je Anlage im Jahr entspricht.

Zusätzlich soll die Sicherheit des Radverkehrs weiter erhöht werden. Dafür wurden an den zuvor genannten Ampeln sowie am Platz der Deutschen Einheit eigene Signalgeber für den Radverkehr angebracht. Somit kann der Radverkehr einen zeitlichen Vorsprung gegenüber dem parallel geführten motorisierten Verkehr erhalten, um von rechtsabbiegenden Fahrzeugen bzw. an der Fahrbahnverengung am Platz der Deutschen Einheit besser gesehen zu werden. Darüber hinaus wird an bestimmten Stellen indirektes Linksabbiegen für den Radverkehr eingerichtet. Dadurch kann der Radfahrende sicher im Seitenraum warten und steht nicht mitten auf der Kreuzung, was er bis dahin bei Gegenverkehr tun musste. Er erhält anschließend seine Freigabe "GRÜN" gemeinsam mit der Seitenrichtung. Der Vorgang des Linksabbiegens dauert beim indirekten Linksabbiegen zwar länger als beim direkten Linksabbiegen, ist aber deutlich sicherer.

Diese beiden Maßnahmen wurden ebenfalls mit Hilfe von Fördermitteln des Bundesumweltministeriums unter den Titeln "Umrüstung zwei vorhandener Lichtsignalanlagen in LED-Technik in der Frankfurter Straße in Gießen" (Förderkennzeichen 03K12132) und "Umgestaltung diverser Knotenpunkte zur Erhöhung der Radverkehrssicherheit in der Universitätsstadt Gießen" (Förderkennzeichen 03K12133) beim Projektträger Jülich umgesetzt. Begonnen wurde mit den Arbeiten bereits vor Weihnachten, der Abschluss der genannten Maßnahmen erfolgte ebenfalls im Frühjahr 2020.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Projektträger Jülich - Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld

Fahrradfahren in Gießen

 

Logo des Bundesumweltministeriums und der Nationalen Klimaschutzinitiative aufgrund einer Fördermaßnahme
Logo des Bundesumweltministeriums und der Nationalen Klimaschutzinitiative aufgrund einer Fördermaßnahme

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