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24.08.2021

Bomben-Sondierung am Bahnhof - alle Infos

+++ 24.08. - 11:10 Uhr +++

ENTWARNUNG!!!!
Der 16. und damit letzte Verdachtsfall war schwer zugänglich. Ein Loch konnte nur unter Einsatz eines speziellen Asphaltschneiders hergestellt werden. Die Untersuchung förderte dann lediglich ein ehemaliges Fundament für Oberleitungsmasten zutage.

Nun kann Gießen also aufatmen. Es wurde keine Bombe im Bahnhofsviertel gefunden. Es muss keine Evakuierung geben. Alle 16 Verdachtspunkte wurden untersucht, außer altem Metall wurde nichts gefunden. OB Grabe-Bolz erleichtert: »Es gab keine Alternative dazu, das Gebiet abzusuchen. Nun können wir doppelt erleichtert sein: Dass keine Entschärfung stattfinden muss und dass dieses Gebiet dauerhaft sicher ist.« Es bleibe jedoch die bittere Erkenntnis, dass das Thema Bomben in Gießen uns weiter begleite: »Die Folgen des zerstörerischen Krieges werden uns noch viele Jahre bei Baumaßnahmen begleiten.« Grabe-Bolz dankte allen Beteiligten für die engagierte Vorbereitung von möglichen Evakuierungen - besonders auch den Ordnungskräften, Polizei und Rettungskräften, die im Hintergrund einsatzbereit waren sowie all denen in Kliniken und Betrieben, die sich gründlich vorbereitet hatten. Auch den Bürgerinnen und Bürgern dankte die OB für ihr Verständnis: »Es war eine harte Probe, aber wir haben sie alle gemeinsam bestanden. Danke dafür.«

- ENDE DES LIVETICKERS - 


+++ 24.08. - 09:38 Uhr +++

Das 15. und vorletzte Loch ist fertig. Gefunden wurden hier ein Stahlrohr und weitere sehr alte Kabel. Jetzt steht nur noch eine Stelle an.

Stahlrohr und alte Kabel
Stahlrohr und alte Kabel

+++ 24.08. - 09:15 Uhr +++

Im vierzehnten Loch tauchten alte Stahlkabel auf. Weiter geht es mit den letzten beiden Stellen.

Alte Stahlkabel
Alte Stahlkabel

+++ 24.08. - 08:39 Uhr +++

Die erste verdächtige Stelle für heute wurde abgearbeitet. Zum Vorschein kam ein Kabelkanal mit Metallmantel. Damit stehen nur noch drei der 16 zu untersuchenden Stellen an.

Kabelkanal mit Metallmantel
Kabelkanal mit Metallmantel

+++ 24.08. - 07:51Uhr +++

Guten Morgen Gießen.

Der zweite Tag der Bomben-Sondierung am Gießener Bahnhof beginnt. Die Arbeiten starten in Kürze mit der Sondierung der verbleibenden vier Verdachtsfälle.

Sondierungsarbeiten am Bahnhof
Sondierungsarbeiten am Bahnhof

+++ 23.08. - 15:43 Uhr +++

Erster Sondierungstag beendet - Evakuierung nicht erforderlich

Eines steht jetzt fest: Heute, Montag, kommt es nicht mehr zu einer Evakuierung in Gießens Süden. Die Bomben-Sucher am Bahnhof haben für heute die Baustelle verlassen. Sie haben bisher keine alte Weltkriegsbombe gefunden. Zwölf der insgesamt 16 festgestellten Verdachtspunkte wurden aufgegraben. Es wurde allerlei altes Metall gefunden, aber zum Glück kein Blindgänger. Morgen früh geht es weiter. Dann steht die Untersuchung der verbleibenden vier Verdachtspunkte an – darunter auch größere sogenannte Anomalien. Die Stadt rechnet damit, am Vormittag auch die restlichen Ergebnisse zu haben. 

Entwarnung kann es daher für morgen leider noch nicht geben. Der Magistrat bittet alle Bürger/innen, sich weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Hier auf der Website und im Liveticker sind auch weiterhin alle Infos aktuell abrufbar. Auch über die städtischen Socia-Media-Kanäle wird informiert. Eine Hotline ist eingerichtet und erteilt unter 0641-306-1111 ebenfalls Auskünfte.

Die Bomben-Sondierung der Baufläche durch Aufgraben war notwendig geworden, weil Voruntersuchungen ergeben hatten, dass an 16 Stellen Verdächtiges im Boden liegt. Auf dem Gelände will die Stadt eine große Fahrradabstellanlage bauen.


+++ 23.08. - 15:36 Uhr +++

Das zwölfte Loch ist ebenfalls geöffnet - gefunden wurde hier ein Kabel- und Schutzkanal.

Kabel- und Schutzkanal
Kabel- und Schutzkanal

+++ 23.08. - 15:24 Uhr +++

Weiter geht es mit dem Kabelsalat. Ein stahlummantelter Kabelstrang kam aus Loch elf zum Vorschein.

Kabel im Erdreich
Kabel im Erdreich


+++ 23.08. - 14:08 Uhr +++

Ein abgeschnittener T-Träger und erneut ein Kabel sind die Fundstücke aus Loch neun und zehn.


+++ 23.08. - 13:35 Uhr +++

Die Hälfte der 16 Verdachtsfälle konnte ohne kritischen Fund abgearbeitet werden. Aus Loch acht kamen ebenfalls nur Kabel.


+++ 23.08. - 13:04 Uhr +++

Im siebten Loch kamen Kabelstränge zum Vorschein.


+++ 23.08. - 12:56 Uhr +++

Auch der nächste Fund ist negativ, es handelt sich vermutlich um einen älteren Anker der Tiefgarage der neuen Post. Damit gibt es für die ersten sechs von 16 möglichen Stellen Entwarnung.


+++ 23.08. - 12:44 Uhr +++

Eine weitere Kartengrundlage zur Darstellung des möglichen Evakuierungsbereichs wurde erstellt. und zwar die Interaktive Evakuierungskarte. Sie bietet die Möglichkeit nach Adressen zu suchen und zu zoomen. Relevant ist sie natürlich nur für den Fall der Fälle.


+++ 23.08. - 11:28 Uhr +++

Auch in Loch Nr. 5 befindet sich nur eine alte Leitung in einem Kabelkanal.


+++ 23.08. - 11:18 Uhr +++

Nur ein Metallstab schlummert im vierten Loch.


+++ 23.08. - 11:12 Uhr +++

Auch beim dritten Loch handelt es sich nur um eine alte Leitung.

Alte Leitung
Alte Leitung

+++ 23.08. - 10:37 Uhr +++

Die Funde bei den ersten beiden Stellen waren eine alte Leitung und Reste von Pfosten sowie ein Steinbrocken mit hohem Erzanteil.


+++ 23.08. - 10:26 Uhr +++

Die Karten für mögliche Evakuierungsbereiche wurden zusätzlich im PDF-Format in höherer Auflösung eingestellt:


+++ 23.08. - 10:09 Uhr +++

Drei Anomalien wurden bereits abgeklärt - dreimal Entwarnung. Bei dem ersten Fund handelte es sich lediglich um Gestein mit hohem Erzanteil. Korrektur: Es sind erst zwei Stellen final abgearbeitet.


+++ 23.08. - 09:47 Uhr +++

Die Arbeiten am Bahnhof zur Sondierung der 16 Anomalien haben um 08:45 Uhr begonnen. Damit startet der Live-Ticker.


+++ 20.08.2021 +++

Gießen bereitet sich vorsorglich auf eine mögliche Evakuierung im Süden der Stadt am Montag oder Dienstag (23./24. August) vor



Hotline: 0641 306-1111
(Die Service Hotline ist ab Montag  wieder durchgängig besetzt.)

Mögliche Evakuierungsbereiche - Radius von 500 und 1.000 Metern

 

(Zum Vergrößern anklicken.)

In höherer Auflösung stehen die Karten auch zum Download bereit:


Die farbigen Markierungen dienen im Falle einer Evakuierung zur Orientierung, welche Notunterkunft man im Bedarfsfall ansteuern sollte. Für die Bereiche West, Nord und Süd ist jeweils ein Standort vorgesehen. Mehr dazu in den nachfolgenden FAQs.


Im Fall der Fälle – wenn bei den Untersuchungen am Bahnhof am Montag oder Dienstag tatsächlich eine Bombe gefunden würde - würden zahlreiche Menschen an diesen Tagen für eine gewisse Zeit ihre Wohnungen verlassen müssen. Geschäfte müssten schließen, Kliniken und Altenheime in einem gewissen Umkreis müssten Vorkehrungen zum Schutz der Patienten treffen.

Ob dies überhaupt so kommt und wer davon betroffen wäre, ist derzeit unklar. Bislang ist nur bekannt, dass es 16 Verdachtspunkte gibt, die auf zum Beispiel Metall im Boden hinweisen. Aus den Erfahrungen weiß man, dass nicht unter jedem Verdachtspunkt tatsächlich eine Bombe liegt. Der Magistrat bittet dennoch alle Bürger/innen Vorsorge zu treffen.

Dazu wurden nun auf hier auf der Internetseite alle zur Zeit vorliegenden Informationen (u.a. auch zu den möglichen Evakuierungsradien) zusammengeführt. Auch eine Hotline ist eingerichtet worden: Unter 0641 306-1111 können sich Bürger/innen ab Montag mit Fragen melden.

Die Verwaltung und alle helfenden Kräfte (Rettungsdienste, Polizei) wie auch große - möglicherweise betroffene - Institutionen wie das Universitätsklinikum, das katholische Krankenhaus, Altenwohnheime und Kitas im Gebiet sind vorinformiert und haben vorab schon selbst Vorkehrungen für den Fall der Fälle getroffen. Auch für mögliche Straßensperrungen wurden bereits Vorbereitungen veranlasst.

Der "Fall der Fälle" tritt aber nur ein, wenn tatsächlich ein Blindgänger, d. h. eine noch aktive Weltkriegsbombe, im Untergrund des Baufeldes am Bahnhof gefunden wird. Die Untersuchungen des Bodens finden am Montag und Dienstag statt. Dann allerdings kann es auch schnell gehen. Sollten Kampfmittel gefunden werden, legt der Kampfmittelräumdienst nach Sichtung fest, in welchem Umkreis Evakuierungen stattfinden müssen. Das könnte in einem Radius von 500 Meter nötig sein, wenn es z.B. eine kleinere Bombe ist. Es könnte aber auch einen Umkreis von 1000 Metern betreffen – das wäre der worst case.

FAQ

Wie wahrscheinlich ist eine Evakuierung?

Eine Evakuierung am Montag oder Dienstag ist möglich. Sie muss dann verfolgen, wenn auf dem Bahnhofsgelände ein Blindgänger einer Weltkriegsbombe gefunden wird. Bisher wissen wir nur, dass es Verdachtspunkte auf Metall im Boden gibt. Aber nicht immer ist ein Verdachtspunkt auch eine noch scharfe Bombe. Am 23./24.8. wird das Grundstück Stück für Stück aufgegraben. Erst dann wissen wir mehr.

Befindet sich meine Wohnung/mein Geschäft in einem möglichen Evakuierungsradius?

Diese Information kann verlässlich erst gegeben werden, wenn eine Bombe gefunden wurde und der Kampfmittelräumdienst den notwendigen Evakuierungsradius bestimmt hat.

Dieser könnte z.B. 500 Meter um eine Fundstelle betragen oder auch 1000 Meter. Wie weit evakuiert werden müsste, hängt davon ab, was genau man im Boden findet.

Hier finden Sie die Darstellung von zwei Radien:  (500 und 1000 Meter).


(Zum Vergrößern anklicken.)

In höherer Auflösung stehen die Karten auch zum Download bereit:


Die farbigen Markierungen dienen im Falle einer Evakuierung zur Orientierung, welche Notunterkunft man im Bedarfsfall ansteuern sollte. Für die Bereiche West, Nord und Süd ist jeweils ein Standort vorgesehen. Mehr dazu unten in den FAQs unter "Wo könnte man sich während einer Evakuierung/Entschärfung aufhalten?".

Menschen, die in diesem Umkreis wohnen, sollten sich bitte am Montag und Dienstag hier auf der Website oder über unsere Social-Media-Kanäle stets auf dem Laufenden halten:

@stadtgiessen | Facebook

@stadtgiessen | Twitter

giessen.de | Instagram

Eine Evakuierung muss unter Umständen schnell gehen. Bitte beachten Sie auch Lautsprecherdurchsagen.

Wie lange wird eine mögliche Evakuierung dauern?

Das hängt davon ab, wie zügig die betroffenen Menschen und Institutionen ihre Wohnungen, bzw. Geschäftsräume verlassen können. Erst, wenn durch Polizei und Feuerwehr eine Freigabe an den Kampfmittelräumdienst erfolgt, kann mit einer Entschärfung begonnen werden. Nach erfolgreicher Entschärfung wird Entwarnung und Freigabe für die Bewohner ebenfalls durch die Einsatzkräfte erfolgen. Bitte beachten Sie die Lautsprecherdurchsagen sowie Informationen hier auf der Internetseite.

Ab wann müssen Wohnungen und Geschäftsräume eventuell verlassen werden?

Die Wohnungen und Geschäftsräume müssen möglichst selbstständig ab Bekanntgabe des Evakuierungsradius verlassen werden. Bitte beachten Sie die Lautsprecherdurchsagen sowie die Informationen hier auf der Internetseite.

Welche Bahnstrecken wären bei einem Bombenfund an dieser Stelle betroffen?

Das zu untersuchende Gelände liegt im unmittelbaren Bereich des Gießener Hauptbahnhofes. Sollte dort eine Bombe gefunden werden, ist mit Auswirkungen auf alle durch Gießen führende Strecken zu rechnen. Der Bahnhof selbst wäre dann ebenfalls geschlossen.

Wie würde der Nahverkehr betroffen sein?

Der Nahverkehr im Evakuierungs-Radius wird mit Bekanntgabe des Fundes und dem Beginn der Evakuierungsmaßnahme im Schutzbereich eingestellt. Außerhalb des zu evakuierenden Gebietes könnte es zu massiven Einschränkungen kommen.

Unmittelbar nach der Entschärfung, bzw. der Freigabe würde der Verkehr wieder freigegeben.

Ich könnte meine Wohnung nicht selbstständig verlassen. Wer hilft mir dann?

Ältere Personen und Menschen mit Beeinträchtigungen werden von Feuerwehr, DRK und Katastrophenschutz in extra bereitgestellte Notunterkünfte gebracht und nach Beendigung der Entschärfung auch wieder nach Hause. Ein entsprechender Transport kann vorab unter 0641 306-1111 oder mittels eines Formulars hier online angemeldet werden.

Was passiert mit Menschen, die sich Corona-bedingt in Quarantäne befinden, bei einer möglichen Evakuierung?

Menschen, die sich in Quarantäne befinden, werden separat von zu Hause abgeholt, in separaten Räumen untergebracht und nach der Entschärfung wieder in die Quarantäne-Wohnung zurückgebracht.

Wo könnte man sich während einer Evakuierung/Entschärfung aufhalten?

Alle, denen es möglich ist, sollten versuchen bei Freunden, Verwandten und Bekannten außerhalb des Evakuierungsradius für die Dauer der Evakuierung Unterschlupf zu bekommen. Für alle anderen Betroffenen, denen es nicht möglich ist woanders unterzukommen, stehen Notunterkünfte zur Verfügung. Dort wird auch für ausreichende Verpflegung gesorgt.

Diese befinden sich in der

  • Alicen-/Herderschule für den Evakuierungsbereich West, in der
  • Osthalle/Ostschule für den Evakuierungsbereich Nord und in der
  • Brüder-Grimm-Schule für den Evakuierungsbereich Süd.

Wählen Sie im Fall der Fälle bitte möglichst die Ihnen nächstliegende Notunterkunft. Zur Orientierung sind die Evakuierungsbereiche in den Karten farbig markiert.


(Zum Vergrößern anklicken.)

In höherer Auflösung stehen die Karten auch zum Download bereit:


Kann ich mein Haustier bei einer möglichen Evakuierung mitnehmen?

Im Regelfall können und sollen Haustiere zuhause bleiben. Wer das nicht will, muss sein Tier entweder vorher anderweitig unterbringen oder mitnehmen. In den Notunterkünften besteht im Regelfall keine Möglichkeit, Haustiere unterzubringen. Problematisch wird es für Tiere, die in der Wohnung bleiben, wenn die Evakuierung länger als geplant dauern sollte. Daher sollte auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die Tiere auch dann genug Futter und Wasser hätten, wenn sich die Rückkehr ihrer Besitzer verzögern sollte.

Wie soll ich meine Wohnung bei einer möglichen Evakuierung hinterlassen?

Evakuierte sollten ihr Haus oder ihre Wohnung "urlaubsreif" hinterlassen. Das bedeutet: Licht, Fernseher und Radio ausschalten, Kerzen ausmachen, Wasserhähne schließen, sicherstellen, dass Gas- und Elektroherde abgestellt sind, Fenster und Türen sollten geschlossen werden, die Haustür abgeschlossen sein. Das Auto, sofern vorhanden, sollte außerhalb des Evakuierungsgebiets abgestellt werden.

Müssen Räumungskräfte befürchten, dass sich noch jemand in der Wohnung befindet (zum Beispiel brennendes Licht, jedoch keine Reaktion auf Klingeln/Klopfen), könnten diese auch gewaltsam in eine Wohnung gehen, um sicher zu stellen, dass sich keine zu evakuierenden Personen mehr darin aufhalten.

Kann ich bei einer möglichen Evakuierung auf eigene Verantwortung in meiner Wohnung bleiben?

Die Aufforderung zum Verlassen der eigenen Wohnung oder eines Hauses ist rechtlich verpflichtend für die Betroffenen. Auch wer das Risiko auf eigene Verantwortung tragen möchte, muss das betroffene Gebiet trotzdem verlassen. Im Bedarfsfall können die Räumungskräfte wegen Gefahr in Verzug sogar Türen aufbrechen und Menschen mit Gewalt aus der Wohnung holen. Im Ermessensfall, besonders, wenn sich jemand körperlich gegen die Evakuierung wehrt, kann derjenige sogar von der Polizei in Gewahrsam genommen werden. Das nennt sich vorübergehende Freiheitsentziehung.

Im Evakuierungskreis besteht Gefahr für Leib und Leben, und zwar nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Retter, die etwaige verbleibende Bewohner im Notfall retten oder versorgen müssten. Wird die Evakuierung durch Personen, die den Evakuierungsbereich nicht verlassen wollen, behindert und eine Bombenentschärfung so verzögert, kann gegen die Betroffenen ein Bußgeld verhängt werden. Wem es gelingt, sich in seiner Wohnung vor den Räumungskräften zu verstecken, hat im Schadensfall keinen Anspruch auf Schadenersatzleistungen.



Hintergrund:

Sollte am 23./24. August tatsächlich eine Bombe am Bahnhof gefunden werden, müsste diese zügig entschärft werden, um Gefahren frühzeitig abzuwenden. Der Zeitpunkt dafür kann auch erst dann festgelegt werden, wenn klar ist, um welches Kampfmittel es sich handelt und welche Gefahr tatsächlich von ihm ausgeht.

Unklar ist derzeit auch, in welchem Umkreis dann Sicherheitsmaßnahmen für die Bevölkerung ergriffen werden müssten. Größere Weltkriegsbomben erfordern in der Regel einen größeren Umkreis, in dem die Bevölkerung bei der Entschärfung vorsichtshalber evakuiert werden muss -  zwischen 500 Metern und einem Kilometer ist dabei alles möglich.

Im schlimmsten Fall - bei einem notwendigen Evakuierungs-Radius von einem Kilometer um eine mögliche Fundstelle - wären von Sicherungsmaßnahmen auch die Universitätskliniken und das Katholische Krankenhaus betroffen. Daneben auch Altersheime, Kitas und Schulen sowie Firmen und rund 15.000 Bewohner/innen des Gebietes.

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