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Emma Talbot

A Journey You Take Alone | Finissage am 28. April, 15 Uhr
02.12.2023 bis 28.04.2024
Ort: Kunsthalle Gießen, Rathaus, Berliner Platz 1

Finissage „Die Kunst des Abschieds: Interdisziplinäre Ansätze zum Umgang mit dem Sterben“

So., 28.04.2024, 15 Uhr - Diskussionsrunde mit Expert:innen über das Sterben (in der Kunst) anlässlich der Finissage von Emma Talbot: A Journey You Take Alone

Wie werden Trauer, schmerzhafter Verlust, Verzweiflung, aber auch Akzeptanz des Todes in Kunst und Wissenschaft verhandelt? Welche Ansätze bieten Philosophie, Religion, Kultur- und Kunstgeschichte sowie Soziologie für den Umgang mit Sterben und Tod?

Anlässlich der Finissage der Ausstellung Emma Talbot: A Journey You Take Alone veranstaltet die Kunsthalle Giessen eine offene Diskussionsrunde mit Expert:innen aus verschiedenen Fachdisziplinen zum Thema „Die Kunst des Abschieds: Interdisziplinäre Ansätze zum Umgang mit dem Sterben“.

Teilnehmen werden Prof. Ulf Sibelius, Spezialist der Palliativmedizin (Justus-Liebig Universität Gießen), Lilian Coates, wiss. Mitarbeiterin der Johannes Gutenberg Universität Mainz mit Schwerpunkt Soziologie des Lebensendes, Prof. Reimer Gronemeyer, Theologe und Soziologe (u.a. Hospizbewegung, Demenz, Justus-Liebig Universität Gießen) sowie Dr.  Alma-Elisa Kittner, Kunsthistorikerin und Kunstwissenschaftlerin (Justus-Liebig Universität Gießen). Die Moderation übernimmt Stefan Trinks, Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und zuständig für das Kunstressort. Das Publikum ist eingeladen sich selbst aktiv an der Diskussion zu beteiligen.

Emma Talbots medienübergreifende Arbeiten verwandeln die Kunsthalle Gießen in einen menschlichen Lebenszyklus und visualisieren die enge Verbindung und Koexistenz von Leben und Tod. Dabei räumt die Künstlerin dem Sterben ebenso viel Platz wie dem Leben ein und schafft es die Schönheit und das Leid des Trauerns ohne jegliche Theatralik zu visualisieren. In diesem Sinne bezieht sich auch der Ausstellungstitel auf das Auf-Sich-Allein-Gestellt-Sein, mit dem der Mensch zu Lebensbeginn und -ende konfrontiert ist.

Ausgehend von der Ausstellung wird in der Diskussionsrunde Sterben und der Umgang mit dem Tod – ein in unserer Gesellschaft noch immer tabuisiertes Thema – aus verschiedenen interdisziplinären Blickwinkeln multiperspektivisch beleuchtet. Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 28.04.2024, von 15:00 bis 17:00 Uhr in der Kunsthalle statt und startet mit einer halbstündigen Führung durch in die Ausstellung.

Der Eintritt ist frei.

Eine Voranmeldung wird nicht benötigt.


Kuratiert von Dr. Nadia Ismail
In Kooperation mit Kunsthall Stavanger

Geburt und Tod – Beginn und Ende des menschlichen Lebens stehen im Mittelpunkt der Ausstellung A Journey You Take Alone von Emma Talbot. In ihren dicht verwobenen Bildsequenzen auf Seide, in Videos oder als dreidimensionale Objekte, verarbeitet sie archaische Aspekte von Liebe und Trauer, Alter und Vergänglichkeit aber auch Themen wie Geschlechterungleichheit, Körperlichkeit sowie das Zusammenspiel
von Natur und Spiritualität. Oftmals fließen persönliche Erinnerungen oder Erfahrungen in die Geschichten der Künstlerin mit ein. Diese verbinden sich zu ihrer stilprägenden
Bildsprache, in der gesichtslose Wesen mit tierischen Lebewesen interagieren, stets durchsetzt von existenziellen Fragen oder Aussagen an das Leben und den Tod. Emma
Talbot kombiniert Text und Bild und entwickelt dadurch eine charakteristische Ästhetik, die sich schließlich in einer erzählerischen Grundstruktur entfaltet.

Emma Talbot (* 1969, Stourbridge, lebt in London) ist Gewinnerin des 8. Max Mara Art Prize for Women und war 2022 auf der Biennale di Venezia in The Milk of Dreams vertreten. Ihre Arbeiten wurden in Whitechapel Gallery, London; Collezione Maramotti, Italien; Beiqiu Museum, China; Victoria Miro, London; Eastside Projects, Birmingham;
Kunsthaus Centre D‘Art Pasquart, Schweiz; Arcadia Missa, New York; KM21, Den Haag, Niederlande; Turner Contemporary, Margate; The Freud Museum; London; Lisson Gallery, London; Galerie Onrust, Amsterdam; Petra Rinck Galerie, Düsseldorf; Neuer Aachener Kunstverein, Deutschland und Tate St. Ives, England ausgestellt. Talbot studierte am Birmingham Institute of Art & Design und Royal College of Art in London.

Mit Dank an:
Galerie Petra Rinck, Düsseldorf
Galerie Onrust, Amsterdam
Morgenstern & Wildegans


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