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Zum letzten Mal: The Rape of Lucretia

Oper in zwei Akten von Benjamin Britten | Libretto von Ronald Duncan | in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Datum:

27.11.2021

Uhrzeit:

19:30 Uhr

Ort:

Stadttheater Gießen

Südanlage 1
35390 Gießen

0641 7957-0
Website
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Kosten:

Eintritt frei

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Die Musiktheater-Produktion bringt eine moderne Oper über einen antiken Stoff auf die Bühne des Stadttheater Gießen. Das Philharmonische Orchester Gießen spielt in einer kammermusikalischen Besetzung unter der Leitung von GMD Florian Ludwig.

Brittens erste Kammeroper von 1946 beruht auf einer Episode aus der sagenumwobenen römischen Frühgeschichte. Lucretia, die Frau des römischen Generals Collatinus, ist für ihre Tugendhaftigkeit bekannt. Das reizt Tarquinius, den Sohn des etruskischen Königs, der über Rom herrscht. Er hält alle Frauen für wankelmütig. Als Lucretia standhaft bleibt, vergewaltigt er sie, worauf sie Selbstmord begeht.

Bei bewusster Beschränkung auf vier Sängerinnen, vier Sänger und dreizehn MusikerInnen schafft der Komponist große Oper von verblüffender Klangvielfalt und bewegender Ausdruckskraft: sinnlich, plastisch, suggestiv. Und auch die Sprache ist von großer poetischer Qualität.

Britten geht es weniger um einen expliziten Vorfall, als um die großen abstrakten Fragen, die sich aus der mythischen Geschichte ableiten lassen. So legt auch Regisseur Christian von Götz in seiner Inszenierung den Fokus auf die Frage, wie es zu solchen Gräueltaten kommen kann und wie (wir) Menschen damit umgehen können. In den schwarz-weißen Räumen von Bühnenbildner Lukas Noll werden die Fragen nach den Ursachen von Traumata und ihrer Bewältigung immer wieder aufgegriffen, und - aus der historischen Tragödie heraus - Antworten für unsere Zeit gesucht. Die reduzierte Ästhetik der Bühne hilft, auf sensible Art den Kern der intensiven Komposition herauszuschälen und Brittens Intention zu verdeutlichen: Wir alle sind Lucretia.

Auch für THE RAPE OF LUCRETIA gilt, dass in Brittens Opern die Stimme immer im Mittelpunkt steht, alle Partien über attraktive Solomomente verfügen und die Handlung entscheidend mittragen. Dem entspricht die Besetzung der Gießener Inszenierung. Zum ersten Mal in Gießen zu erleben sind Evelyn Krahe in der Titelpartie, Anna Magdalena Rauer (Lucia), Anna Gabler (Female Chorus) sowie Kay Stiefermann (Junius). Bernhard Berchtold gibt den Male Chorus, Ensemblemitglied Grga Peroš den Tarquinius. Er ist in dieser Spielzeit in Gießen außerdem als Dr. Falke in DIE FLEDERMAUS zu erleben. Christian Tschelebiew (Collatinus) ist dem Gießener Publikum noch aus SCHWANDA, DER DUDELSACKPFEIFER und der Operetten-Revue WER, WENN NICHT WIR bekannt. Sofie Pavone (Bianca) gastierte wiederholt am Stadttheater Gießen, u.a. in ARIADNE AUF NAXOS.

 

Alle Vorstellungen:

04. September Premiere, 26. September, 07. und 24. Oktober, 14. und 27. November 2021 | 19.30 Uhr

Weitere Termine sind in Planung.

Musikalische Leitung: Florian Ludwig | Inszenierung: Christian von Götz | Bühne und Kostüme: Lukas Noll | Dramaturgie: Samuel Christian Zinsli

Ensemble:

Evelyn Krahe (Lucretia), Grga Peroš (Tarquinius), Christian Tschelebiew (Collatinus), Kay Stiefermann (Junius), Anna Magdalena Rauer (Lucia), Sofia Pavone (Bianca), Anna Gabler (Female Chorus), Bernhard Berchtold (Male Chorus)

Mit: Philharmonisches Orchester Gießen

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