Erleben

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Präsentation der Collecting-Corona-Sammlung

Andreas Walther

Datum:

01.11.2021 bis 31.12.2022

Ort:

Altes Schloß

Oberhessisches Museum

Brandplatz 2
Altes Schloss
35390 Gießen

0641 960973-13

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Im Laufe des Jahres 2020, während des Corona-Lockdowns, hat das Oberhessische Museum gemeinsam mit der Abteilung Kulturförderung der Stadt Gießen die Aktion CollectingCorona initiiert. Mit CollectingCorona hat sich das Museum zum Ziel gesetzt, Gießener Künstler*innen in der Krise finanziell zu unterstützen, in dem es Kunstwerke für die eigene Sammlung angekauft hat. Außerdem sollte anhand der Kunstwerke festgehalten werden, welche Auswirkungen die Pandemie auf die Gesellschaft und die Kunst hat.

Mit CollectingCorona ist eine kleine Sammlung von individuellen Positionen entstanden, die in Form von Malerei, Fotografie, Installationen und Zeichnungen zum Ausdruck gebracht wurden. Die Künstler*innen haben mit ihrer Kunst die sonderbare Zeit reflektiert und sie für nachfolgende Generationen festgehalten.

Regelmäßig wird im Laborraum im Erdgeschoss des Alten Schlosses eine andere künstlerische Arbeit aus dem CollectingCorona-Bestand präsentiert. Alle zwei Monate wird es eine Kunstpause mit den Künstler*innen geben, in der sie über ihre Arbeiten berichten. 

Andreas Walther

Andreas Walther bewegt sich zwischen zwei Welten: Gießen und Taiwan. Das spiegelt sich auch in seinen Naturfotografien und in seinem künstlerischen Prozess wider.

Es sind Landschaften, meist Bäume oder Berge in der Weite, die detailgetreu und deutlich das sinnlich Erlebte zeigen. Es sind Atmosphären, die Walther mit seinen Fotografien einfängt. Er beschreibt, dass er sich mit einem Ort länger auseinandersetzt, bevor er mit dem Fotografieren beginnt.

Zu Beginn der Corona-Pandemie hat sich seine Herangehensweise verändert. Nachdem der erste Schrecken überwunden war, hatte er ein Gefühl von Ferien, von langen Sommerferien, die für Kinder endlos scheinen. Dies hat in ihm eine andere Art der Ruhe erzeugt, die dazu geführt hat, dass er zu einem neuen Ansatz für sein Fotografieren kam. Durch Corona hat er mehr Zeit als schon üblich in der Natur und im Wald verbracht. Ihm wurde dabei bewusst, dass er im Moment des Auslösens in der Regel den Atem anhält, weil er ohne Stativ fotografiert und damit die Fotos im Fokus bleiben.. Beim Umgang mit dem technischen Medium Fotografie ist es ihm wichtig, dass er seine körperliche Anwesenheit am Ort nicht vergisst. So erschien es ihm dann eigenartig, für die Kamera den Atem anzuhalten. Durch eine Langzeitbelichtung von acht oder mehr Sekunden nahm er ein Foto auf und atmete dabei bewusst weiter. Im Foto zeigen sich dann gleichzeitig auch noch die Bewegungen der Pflanzen im Wind.

Während ein Maler frei ist, Farbe, Motiv etc. zu wählen, ist der Fotograf durch das Medium selbst begrenzt. Doch mit seiner Art der Fotografie ergab sich ein weiterer Aspekt, auf den er verstärkt zurückgriff: Die digitale Bearbeitung der Fotos, wodurch er eine Stimmung genauso wie die Dynamik des Blickes beim Schauen modellieren kann. Das erscheint ihm wichtig, weil die Wirklichkeit des körperlichen Erlebens an einem Ort und die Bildwirklichkeit unterschiedlich sind, und beide aber letztlich einander entsprechen sollen.

Die nächsten Termine und Künstler*innen stehen schon fest:

14.12.21 – 13.2.22
Katja Schöwel, Ohne Titel, Buntstift auf Pergamentpapier, 2020
Kunstpause am Mittwoch, den 29.12.21 um 12:30 Uhr

15.2.22 – 17.4.22
Daniel Horvat, Ohne Titel, Acryl auf Leinwand, 2020

19.4.22 – 19.6.22
Ingke Günther und Jörg Wagner, rual exodus, 3-teilig, Fotografie/Injektprint, 2020

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