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Double Bind

In der Ausstellung Double Bind präsentiert die Kunsthalle Gießen den neuesten Werkzyklus der Künstlerin Louisa Clement.

Datum:

07.05.2021 bis 26.09.2021

Ort:

Kunsthalle Gießen

Berliner Platz 1
35390 Gießen

0641 306-1040
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Terminbuchung Kunsthalle


https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/ttt-18072021-louisa-clement-100.html © Vorschaubild: ttt - titel, thesen, temperamente - ARD | Das Erste

Wer bin ich im Digitalen?
Die Künstlerin Louisa Clement kreiert ihre eigenen Doppelgängerinnen

Das Kulturmagazin „ttt – titel, thesen, temperamente“ zeigt ein Porträt der Künstlerin Louisa Clement und ihrer aktuellen Ausstellung Double Bind in der Kunsthalle Gießen (07.05.–26.09.2021). Ab sofort abrufbar in der ARD-Mediathek.

Feature of Louisa Clement and our current exhibition Double Bind at Kunsthalle Gießen (May 5th –Sept. 26th, 2021) by „ttt – titel, thesen, temperamente“. Now available at ARD-Mediathek (German language).

 



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Grußwot von Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zur Ausstellung Double Bind


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Einführung in die Ausstellung Double Bind von Dr. Nadia Ismail (Leiterin Kunsthalle Gießen)


Das Lebendige wächst, beschafft sich Nahrung, pflanzt sich fort, atmet, verändert sich. Körperliche Aktivitäten und mentale Zustände bedingen einander und zeichnen in der Summe den Charakter eines Menschen.
Mit ihren aktuellen Arbeiten, die erstmals in der Kunsthalle gezeigt werden, verlässt Louisa Clement das vertraute Terrain vermeintlich eindeutiger körperlicher Festschreibungen und erschafft mit ihren Repräsentantinnen (2021) eine Art Hybridwesen, die sich einer eindeutigen Klassifikation entziehen.

Dabei baut sie auf ihrer kontinuierlichen, konzeptuellen Beschäftigung mit der Transformation des Körpers auf, die sie eng mit der Veränderung zwischenmenschlicher Kommunikation verknüpft. Mittels innovativer technologischer Verfahren kreiert Clement das perfekte Abbild von sich selbst, in Form einer Puppe. Beweglich und sexuell funktionstüchtig, tragen die Repräsentantinnen nicht nur das Antlitz ihrer Schöpferin, sie sind überdies so programmiert, dass sie Gesichtsausdrücke von Louisa Clement zu imitieren vermögen. Gespeist mit künstlicher Intelligenz entsteht ein auf Algorithmen basierenden Charakter, der durch Gespräche mit Ausstellungsbesucher*innen auch die soziale Komponente stärkt. Je intensiver die Repräsentantin durch ein Gegenüber inhaltlich und sprachlich gefordert ist, desto stärker vermischt sich das ursprünglich eingepflanzte Gedankengut mit den Impulsen von außen.

Clement hinterfragt mit ihren Repräsentantinnen das binäre System von Ich und Du, von Ich und die Andere. Dies überträgt sich auf weitere Begriffe, und die Kategorien vom nahezu perfekten Selbstbildnis, Puppe und Klon, Mensch und Roboter lösen sich auch physisch zunehmend auf. Auch auf der sprachlichen Ebene unterstreicht sie die Schwierigkeit einer eindeutigen Einordnung. Der Begriff ‚Double Bind‘ stammt aus der Kommunikationstheorie und beschreibt eine sogenannte Doppelbotschaft, in der in Tonfall, Gestik oder Handlung gegensätzliche Aussagen und Signale transportiert werden, sowie die damit verbundenen Auswirkungen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Nadia Ismail, Noemi Smolik, Susanne Regener, Ulrich Trottenberg und Thomas Trummer.


Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm mit Führungen und einer Vortrags- und Gesprächsreihe finden Sie im Programm der Kunsthalle:




Louisa Clement studierte an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Leni Hoffman und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Andreas Gursky, wo sie 2015 ihr Studium als Meisterschülerin von Prof. Andreas Gursky beendete. Bereits 2013 erhielt Clement das Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl, 2016 wurde sie mit Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Bildende Kunst ausgezeichnet und erhielt unter anderem das Stipendium der Cité Internationale des Arts in Paris sowie 2019 der Villa Aurora in Los Angeles. Clements Arbeiten wurden bereits in zahlreichen internationalen Museen wie dem Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen (2019/2020 solo), Sprengel Museum Hannover (2019 solo), der Kunsthalle Düsseldorf, dem De Pont Museum Tilburg, Niederlande, Henie Onstad Kunstsenter Oslo, Norwegen, Museum Morsbroich Leverkusen, Huis Marseille Amsterdam, Niederlande, dem Wallraf-Richartz-Museum Köln (2017 solo) und Galerien wie Konrad Fischer Galerie Düsseldorf (solo 2018), Gladstone Gallery New York, Sprüth Magers Berlin und Cassina Projects Mailand, Italien, gezeigt.

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