Erleben

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13.08.2020

Machbarkeitsstudie für Kulturgewerbehof beauftragt

Nachnutzung der Alten Feuerwache in der Steinstraße

Gießen zeichnet sich durch eine vielfältige Szene von Künstler*innen, Kreativunternehmen und Akteuren im Bereich der social entrepreneurship aus. Die Stadt unterstützt diese innovative Szene seit vielen Jahren unter anderem durch die Förderung von Projekten wie der kümmerei, in deren Nachfolge die urbanautik, einem Teil der raumstation3539 e.G.

Dieser Szene ein Zuhause zu geben, sie in der Stadt noch sichtbarer zu machen, Synergien zu erzeugen und Impulse für kreative Lösungen zu Fragen der Stadtentwicklung zu geben, ist seit langem eine Idee. Es geht um einen zentralen Ort der Vernetzung, um eine „Denkfabrik“ für kreative Köpfe aus Wirtschaft, Kultur und social entrepreneurship, für Co-Worker*innen, Start Ups, Initiativen, mit Raum für Tagungen, Veranstaltungen und Gäste.

Diese Idee nimmt nun Gestalt an. Eine Machbarkeitsstudie im Auftrag des Kulturamtes wird nun der Frage nachgehen, wie ein Kulturgewerbehof betrieben werden kann. Hintergrund ist der Bau des Gefahrenabwehrzentrums und der damit verbundene Auszug der Berufsfeuerwehr, durch den eine zentrale und potentiell geeignete Immobilie frei wird.

Die zu erstellende Machbarkeitsstudie wird die Basis eines Durchführungsbeschlusses für die Etablierung eines Kulturgewerbehofes sein, der noch im Dezember 2020 in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden soll.

Oberbürgermeisterin und Kulturdezernentin Dietlind Grabe-Bolz betonte auf der Pressekonferenz zum Start der Studie den Stellenwert des Vorhabens für Gießen. „Ein solches Zentrum kann durch seine Mischung aus kreativen, unternehmerischen und sozialen Ansätzen wesentliche Impulse für die Entwicklung Gießens leisten“, so Grabe-Bolz.

Im Rahmen der Studie werden ein Nutzer*innenkonzept und ein Raumprogramm entwickelt sowie Untersuchungen für Trägermodelle und zur Wirtschaftlichkeit angestellt werden.  Die Studie knüpft an ein Konzept an, das die urbanautik 2019 im Auftrag des Kulturamtes entworfen hat.

Mit der Erstellung der Studie ist das STUDIO if+ mit Partnern beauftragt worden. Zu dem Konsortium gehören Prof. Isabel Finkenberger (Stadtplanerin, Köln), René Tribble (Hamburg), Amsel Kollektiv (Lena Bruns/Meike Frenkel) und Michael Heinze (Institut für Raumplanung und Immobilienwirtschaft).

Die urbanautik bringt ihrerseits ihr know how und Erfahrung aus der bisherigen Konzeptarbeit ein. Ebenso begleitet Jakob Sturm, Beauftragter für Räume für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen diesen wichtigen Schritt.

Am Anfang steht ein dreiteiliger Workshopprozess, der mögliche NutzerInnen und ihre Bedürfnisse zusammenbringen und auch Impulse für die Frage einer Trägerschaft geben wird. Den Auftakt macht ein Workshop am 31.8. von 17-20 Uhr in der Kongresshalle (Alte Kunsthalle), der zum ersten Mal mögliche Nutzer*innen zusammenbringt. Diese Kontakte werden in einem zweiten Termin vertieft, bevor im dritten Workshop die Frage der Trägerschaft im Fokus stehen soll.  Am Ende des Prozesses sollen möglichst verbindliche Aussagen von zukünftigen Nutzer*innen stehen.

Nähere Informationen und einen Link zur Anmeldung finden Sie unter Kulturgewerbehof.

Besonderen Dank sprach Grabe-Bolz der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft bei der HA Hessen Agentur GmbH für das großzügige Sponsoring des 1. Workshops aus.

Kreativwirtschaft

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