Feuerwehr Gießen sucht mehrere neue Brandmeister
Wenn die Passion zum Beruf wird
Der allergrößte Teil Deutschlands wird von freiwilligen Feuerwehren versorgt. In nur 102 Städten gibt es aufgrund ihrer Größe oder besonderer Risiken eine Berufsfeuerwehr, so auch in Gießen. In kaum einem anderen Bereich ist die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen Kräften so wichtig und so selbstverständlich wie hier. Und betrachtet man die Berufsfeuerwehrleute so fällt auf, dass viele von Ihnen auch in ihrer Freizeit schon lange vor der Berufsfeuerwehr ehrenamtlich in ihrer Heimatfeuerwehr engagiert waren und bis heute sind. Aus einem begeisterten Hobby, der Passion Mitglied der Feuerwehr zu sein einen Beruf zu machen, steht nun mehreren Frauen und Männern offen: Die Feuerwehr Gießen sucht Nachwuchs für die Laufbahngruppe des mittleren Feuerwehrtechnischen Dienstes, so genannte Brandmeister für den Einsatzdienst.
Einer der letzten, die diesen Schritt in die Feuerwehr gewagt haben, war Christoph Mandler. Der 26jährige ist gelernter Rettungsassistent und war zwischen seinem Abitur und der Einstellung bei der Feuerwehr im Rettungsdienst tätig. In der Feuerwehr ist Mandler seit er 10 Jahre alt ist, genauer gesagt in der Jugendfeuerwehr und später in der Einsatzabteilung der freiwilligen Feuerwehr seines Heimatortes. Zu seinem Beruf findet er klare Worte „Ich stehe noch ganz am Anfang, aber was ich begriffen habe, ist: Wer Feuerwehr als Beruf machen will, muss das 100%ig tun oder lassen, sonst geht das schief.“ Hierbei hat sich seine Motivation im Laufe der Jahre kaum verändert „Ich finde es unglaublich spannend, in Extremsituationen etwas zu können, was andere nicht können und was diese Situation entschärft. Und die Arbeit im Team ist in diesen Situationen etwas ganz besonders Wichtiges.“
Damit bringt Mandler auf den Punkt, was seine Chefin Brandoberrätin Martina Berger so formuliert, wenn Sie über die zukünftigen Nachwuchs-Berufsfeuerwehrleute spricht: „Teamwork, Kompetenz, Kommunikation, Zuverlässigkeit – darum geht es in der Feuerwehr Gießen. Wir suchen keine Einzelgänger, sondern Leute mit ganz unterschiedlichen Stärken, die als Team die Schlagkraft der Feuerwehr Gießen in verschiedenen Einsatzsituationen ausmachen.“ bringt die Feuerwehrchefin die Eigenschaften ihrer Wunschkandidaten auf den Punkt. Und so steht für die angehenden Berufsfeuerwehrleute auch erst mal eines auf dem Programm: Lernen. Im zweijährigen Vorbereitungsdienst, der im Beamtenverhältnis auf Probe abgeleistet wird, werden die zukünftigen Brandmeister zum einen in der Landesfeuerwehrschule ausgebildet und haben Ausbildungsabschnitte bei anderen Berufsfeuerwehren. Wer diese Ausbildung besteht, wird mit der Laufbahnprüfung in den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst übernommen.
Bewerben können sich junge Frauen und Männer bis 30 Jahre, die die Voraussetzungen für die Einstellung in ein Beamtenverhältnis erfüllen. Mindestens ein Hauptschulabschluss, ein guter Abschluss in einer für die Feuerwehr geeigneten Berufsausbildung und die uneingeschränkte gesundheitliche und sportliche Eignung für den Einsatzdienst sowie Atemschutztauglichkeit sind Voraussetzung. Zudem muss der Bewerber spätestens mit der endgültigen Übernahme in das Beamtenverhältnis in oder um Gießen mit maximal 30km Entfernung zur Hauptfeuerwache wohnen. Wenngleich die Feuerwehr nach wie vor eine Männderdomäne ist, sucht man bewusst junge Frauen für den Feuerwehrdienst. Ebenso sind junge Männer und Frauen mit Migrationshintergrund sehr willkommen. Die Bewerbung muss auf dem Postweg bis zum 11.09.2012 bei der Feuerwehr Gießen eingehen. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite der Feuerwehr Gießen unter www.Feuerwehr-Giessen.de. Für Mandler jedenfalls war die Entscheidung, zur Berufsfeuerwehr zu gehen, genau die richtige. „Ich denke jeden Tag: Das ist genau das, was Du machen willst.“
Foto (Feuerwehr Gießen / BuMa): Lernen und Einsatzdienst: So sehen für Christoph Mandler und seine Anwärterkollegen die ersten zwei Jahre als Feuerwehrmann aus. Die Feuerwehr Gießen sucht weitere Anwärter für den mittleren Feuerwehrtechnischen Dienst.
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