Gespräche mit neuem Kaufhof-Eigentümer aufgenommen

13.07.2012

Nach dem erfolgten Verkauf der ehemaligen und zuletzt leerstehenden Kaufhof-Liegenschaft in der Innenstadt Gießens hofft Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz nunmehr auf eine baldige und vernünftige Neunutzung des Areals.

Grabe-Bolz begleitet die Lage aus dem Urlaub und erklärte dazu: "Ich bin zunächst sehr froh darüber, dass Bewegung in die Nachnutzung des Kaufhof-Areals kommt. Ein lang andauernder Leerstand würde dem Gebiet und der gesamten Innenstadt schaden. Wir können deshalb sehr zufrieden sein, dass der Käufer der Liegenschaft im Gespräch mit meiner Magistratskollegin Astrid Eibelshäuser deutlich gemacht hat, dass er sowohl an einer schnellen Nachfolgenutzung wie auch an einer Abstimmung mit Stadt und Innenstadt-Handel interessiert ist", so die OB, die gleichzeitig daran erinnerte, dass Leerstände in vielen Städten mittlerweile zum Stadtbild gehörten. "Wenn sich zeitnah ein Investor findet, der die riesige Kaufhof-Liegenschaft wieder beleben möchte, dann sind wir zunächst sehr dankbar dafür und fühlen uns auch bestätigt in unserer Auffassung, dass Gießens Wirtschaftskraft und Attraktivität auch als Einkaufsstadt ungebrochen ist," so Grabe-Bolz. Das sei ein gutes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der Stadt.

Ebenso erfreut habe sie zur Kenntnis genommen, dass der neue Eigentümer bereits Kontakt mit dem BID Katharinenviertel aufgenommen habe. "Eine Abstimmung und enge Begleitung des Nachfolgenutzungskonzepts mit dem umliegenden Handel, aber auch mit dem Innenstadt-Handel insgesamt ist eine Notwendigkeit und kann nur ein Erfolgsgarant für die Marktfähigkeit des Objektes sein", so die OB. Sie werde sich daher dafür einsetzen, dass hat der neue Eigentümer, die Rosco-Gruppe, sein Konzept in engem Kontakt mit der Stadt und den Handelsvertretern entwickele. Denn: "Konkurrenz und Vielfalt sind zwar gut und beleben das Geschäft. Aber ein Verdrängungswettbewerb sollte möglichst vermieden werden. Letztlich hat niemand etwas davon, wenn die Leerstände dann an anderer Stelle auftreten", so die OB, die betonte, dass die Galerie – so kritisch man ihr bei der Entscheidung auch gegenüber stand - ebenso zu Gießen gehöre wie die Innenstadt selbst. Insofern sei gerade die Rosco-Gruppe, die die Galerie entwickelt habe, in einer besonderen Verantwortung. Einen Leerstand an anderer Stelle zu verhindern und die Kaufhof-Neunutzung als Bereicherung für den Einkaufsstandort Gießen zu entwickeln, sei deshalb die jetzige Aufgabe und das Gebot der Stunde, so Grabe-Bolz, die ankündigte, dass sie die Gespräche mit dem Investor direkt nach ihrer Rückkehr weiterführen werde.

In dieser Woche hatte bereits Wirtschaftsdezernentin Astrid Eibelshäuser ein Erstgespräch mit dem neuen Eigentümer der im Juni geräumten Kaufhof-Filiale geführt. "Es ist gut, dass wir kurzfristig die Gespräche aufgenommen haben", sagte Eibelshäuser im Anschluss an das Gespräch. Diese gelte es jetzt konstruktiv fortzusetzen.







 

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