Jahreshauptversammlung aller Gießener Stadtteilfeuerwehren

28.03.2012
Drei Feuerwehrfahrzeuge mit  Drehleitern im Jahr 2001

Berger: "Zentrales Ziel ist Zusammenhalt und Miteinander"

Einmal im Jahr treffen sich alle Freiwilligen aus den Stadtteilfeuerwehren der Feuerwehr Gießen zur Jahreshauptversammlung. Erneut eine gute Gelegenheit für die neue Leiterin der Feuerwehr Gießen, Brandrätin Dipl.-Ing. Martina Berger, sich allen Freiwilligen Feuerwehrleuten vorzustellen. Auch über ihre Ziele sprach Berger. Es sei unverzichtbar, so die Bandrätin, das Miteinader und den Zusammenhalt zu steigern. "Gerade den Ehrenamtlichen Kräften kommt in Gießen eine immense Bedeutung zu, schließlich sind sie in jedem größeren Einsatz sofort in vorderster Reihe gefragt", stellte Berger klar.

Die Zusammenarbeit der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen in der Feuerwehr Gießen müsse reibungsfrei sein. Auch in der strategischen Ausrichtung sei einiges zu tun. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr sei hierbei ein großes Thema. Im Rückblick erinnerte Berger noch mal an den ehemaligen Leiter der Feuerwehr Gießen, Harald Rehmann, und bescheinigte ihm, die Feuerwehr Gießen gut aufgestellt und gut strukturiert hinterlassen zu haben. Besonderen Dank sprach Berger ihrem Stellvertreter Frank Mathes aus, der die Vakanz in der Amtsleitung als kommissarischer Amtsleiter hervorragend gemeistert habe. Die Schaffung einer Stabsstelle Freiwillige Feuerwehr im Amt für Brandschutz mit der Besetzung durch Steffen Schmidt oder die Ansiedlung der SEG Spezielle Rettung bei der Feuerwehr Gießen wertschätzte die Feuerwehrchefin als strategisch wichtige Punkte, die sie weiter vorantreiben wird. Ein wesentlicher Meilenstein war für Berger, dass die Feuerwehr Gießen seit 2011 eine gemeinsamen Internetauftritt hat, in dem sich alle Beteiligten wieder finden können. Sie dankte den Akteuren in der Arbeitsgruppe Internet.

Für 2012 gibt es laut Berger einige technische Aufgaben. Bereits in diesem Jahr konnten zwei Mannschaftstransporter an die Feuerwehren Gießen-Kleinlinden und Gießen-Rödgen ausgeliefert werden, der Rüstwagen wurde komplett überholt und wird ebenfalls bei Feuerwehr Gießen-Kleinlinden stationiert. Weiterhin werden im Laufe des Jahres ein neuer Kommandowagen und ein Kleineinsatzfahrzeug in Dienst genommen. Auch die Beschaffung oder wenigstens die Beauftragung für ein neues Löschfahrzeug bei der Feuerwehr Gießen-Lützellinden sei fest geplant. Die Umstellung auf den Digitalfunk ab 2012 bezeichnete Berger als großen Kraftakt.

Abschließend dankte Berger allen Freiwilligen für ihr unermüdliches Engagement und zudem dem Stadtfeuerwehrverband, sowie den zahlreichen Feuerwehrfördervereinen für die Unterstützung, ohne die so einiges nicht möglich wäre.

Auch Stadtbrandinspektor Burkhard Bellof, oberster ehrenamtlicher Brandschützer in Gießen, wies auf die Veränderungen hin, die der Weggang des ehemaligen Amtsleiters mit sich brachte. Bellof hob in dieser Phase das hervorragende Engagement des kommissarischen Leiters Frank Mathes heraus "Trotz der hohen Belastung hattest Du immer Zeit für uns. Frank, vielen Dank für die Arbeit!" Auch Bellof wies auf die Einrichtungen der Stabstelle Freiwillige Feuerwehr und die Ansiedlung der SEG Spezielle Rettung hin, beides Konzepte, die sich bewähren würden und von denen er als Stadtbrandinspektor überzeugt sei.

Bellof nannte ein paar statistische Rahmendaten:
Zum Ende des letzten Jahres waren 39 Frauen und 166 Männer in den Einsatzabteilungen organisiert. Gießen-Mitte 37, Wieseck 31, Kleinlinden 38, Rödgen 30, Allendorf 33, Lützellinden 18, SEG Spezielle Rettung 18.

In 2011 haben wir 363 Alarmierungen/Einsätze abgearbeitet. Dies sind 30 Alarmierungen mehr als in Vorjahr.

Die Einsatzzahlen verteilen sich wie folgt: Allendorf 32, Gießen 104, Kleinlinden 96, Lützellinden 35, Rödgen 45, Wieseck 51, SEG Spezielle Rettung 4

Die aufgewendete Zeit für Einsätze und Ausbildung bei den Freiwilligen Feuerwehren lagen im letzten Jahr bei 29.633 Stunden. Ca. 28% dieser Stunden erbringen die Freiwilligen Feuerwehren für die Einsätze, welche nicht planbar sind. Dies bedeutet, zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit zu sein. Die Bereitschaft diesen ehrenamtlichen unentgeltlichen Dienst für die Allgemeinheit zu leisten, ist für die Stadt Gießen unbezahlbar. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil an Stunden für Einsätze um 8% erhöht.

Die Zusammenarbeit mit dem Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz sei sehr gut, auch die Zusammenarbeit mit der neuen Chefin beginne sehr positiv. Kritisch hingegen betrachtet Bellof den Zustand der Funkalarmempfänger der Freiwilligen Feuerwehrleute. Viele Geräte seien so alt, dass sie ihren Dienst versagen würden. Ebenso kritisch sieht Bellof den Zustand der Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr Gießen-Mitte. "Das vorhandene Gebäude für die Unterrichte und Jugendabteilungen ist nicht mehr zumutbar" so die klaren Worte des Stadtbrandinspektors.

Zum Schluss dankte Bellof den vielen Beteiligten, ohne die der Brandschutz und die allgemeine Hilfe in Gießen so nicht möglich wären: Die zahlreichen Ehrenamtlichen bei den Feuerwehren, die Beamten der Berufsfeuerwehr, aber auch den zahlreichen Fördermitgliedern in den Feuerwehrfördervereinen und jene, die als Vorstände diese Feuerwehrfördervereine gestalten, seien unverzichtbar. Zuletzt, aber mit besonderem Nachdruck bedankte sich Bellof stellvertretend bei den zahlreichen Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern und Familien der Feuerwehrleute, die immer wieder zurückstehen müssen, wenn die Feuerwehr alarmiert werde.







 

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